Der Versuch, den Tarifkonflikt mit einer Schlichtung zu entschärfen, ist geplatzt. Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit konnten sich nicht einmal darauf einigen, welche Themen überhaupt geschlichtet werden sollen. Das Ergebnis: Streik Nummer vier und fünf in dieser Woche.
Eine Woche im Ausnahmezustand
Die Chronologie ist beeindruckend — im negativen Sinne. Piloten legten die Arbeit an vier Tagen nieder: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Das Kabinenpersonal der Gewerkschaft UFO streikt parallel an drei Tagen. Am Donnerstag trafen beide Streikwellen zusammen. Lufthansa sprach von 80 bis 90 Prozent aller Flüge, die von den Auswirkungen betroffen sind. Insgesamt fallen mehr als 2.700 Flüge aus oder sind gestört.
Fast eine Million Passagiere spüren die Folgen seit Monatsbeginn. Rund 330.000 von ihnen können nach EU-Recht Ausgleichszahlungen einfordern — zwischen 250 und 600 Euro je Flugstrecke. Da ein Personalstreik kein außergewöhnlicher Umstand ist, haftet Lufthansa hier direkt.
Zwei Streitpunkte, keine Lösung
Der Kern des Konflikts ist klar: Altersversorgung und Vergütung. Bei der Kernmarke und Lufthansa Cargo liegt laut VC noch kein Angebot zur betrieblichen Altersversorgung vor. Bei Eurowings gilt das vorliegende Angebot als „inakzeptabel“. Für die CityLine, die der Konzern ab dem 18. April aus dem Betrieb nimmt, fehlt ein tragfähiges Vergütungsangebot.
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Die Gewerkschaft wirft Lufthansa vor, das vorgeschlagene Schlichtungsverfahren abgelehnt zu haben. Lufthansa seinerseits will erneut auf die VC zugehen — bislang ohne Ergebnis.
Aktie unter Druck
Die Belastungen summieren sich. Steigende Kerosinkosten treffen den Konzern ebenso wie die Streikkosten. Die Aktie notiert bei 7,55 Euro und hat seit Jahresbeginn rund zwölf Prozent verloren. Zum 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro fehlen mehr als 20 Prozent.
Wie stark die Arbeitskämpfe das erste Quartal belastet haben, zeigt sich im Mai — dann veröffentlicht Lufthansa den Quartalsbericht. Die Zahl der betroffenen Passagiere und die Ausgleichszahlungen dürften dort deutliche Spuren hinterlassen.
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