Die militärische Eskalation im Nahen Osten zwingt Lufthansa zu drastischen Maßnahmen: Dutzende Flüge gestrichen, mehrere Lufträume gesperrt, die operative Planung im Chaos. Die Aktie reagierte am Montag mit einem deutlichen Kursrutsch von über 5 Prozent auf 8,53 Euro. Ausgerechnet drei Tage vor der Vorlage des Jahresberichts gerät der Konzern unter massiven Druck.
Luftraumsperrungen erzwingen Flugplan-Kahlschlag
Nach den koordinierten Luftschlägen der USA und Israels gegen den Iran haben zahlreiche Staaten ihre Lufträume geschlossen oder stark eingeschränkt. Die Lufthansa Group reagierte mit weitreichenden Streichungen: Bis einschließlich 8. März entfallen sämtliche Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran. Dubai-Flüge sind bis 4. März ausgesetzt.
Hinzu kommt: Die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Iran, Katar, Kuwait und Bahrain werden komplett gemieden. Das bedeutet nicht nur den Ausfall direkter Verbindungen, sondern zwingt auch andere Strecken zu aufwendigen Umwegen – mit entsprechend längeren Flugzeiten und höherem Kerosinverbrauch. Die European Union Aviation Safety Agency empfiehlt bereits, die Region weiträumig zu meiden.
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Betroffene Passagiere können ihre Tickets vollständig rückerstatten lassen oder kostenfrei umbuchen. Für die Airline bedeutet das: entgangene Einnahmen bei gleichzeitig steigenden operativen Kosten.
Jahresbericht am 6. März im Fokus
Die Unsicherheit kommt zur Unzeit. Am kommenden Donnerstag legt Lufthansa den Jahresbericht für 2025 vor – in einem Umfeld, in dem Investoren ohnehin besorgt auf Margendruck, hohe Verschuldung und schwachen freien Cashflow blicken. Die jüngsten Handelsschwankungen zeigen die Nervosität des Marktes deutlich.
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Luftfahrtexperten rechnen damit, dass die Luftraumsperrungen im Nahen Osten noch länger bestehen bleiben. Planungssicherheit? Fehlanzeige. Gerade als sich der Konzern von den Corona-Belastungen zu erholen begann, bremst die geopolitische Krise die Erholung aus.
Die Aktie notiert aktuell rund 10 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 9,50 Euro, das erst Anfang Februar erreicht wurde. Bis zur Stabilisierung der Sicherheitslage dürfte die operative Belastung hoch bleiben – und damit auch der Druck auf die Kursentwicklung.
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