Lufthansa Aktie: Streik überschattet Rekordzahlen

Ein 48-stündiger Pilotenstreik überschattet die starken Jahreszahlen der Lufthansa. Trotz Rekordgewinn und erhöhter Dividende belasten Tarifkonflikt und geopolitische Spannungen die Aktie.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • 48-stündiger Pilotenstreik bei Kernmarke und Tochtergesellschaften
  • Starker operativer Gewinn und Umsatz im Jahr 2025
  • Aktienkurs verliert deutlich und fällt unter 50-Tage-Linie
  • Dividende wird für Aktionäre auf 0,33 Euro erhöht

Die Vereinigung Cockpit ruft ab Donnerstag zu einem 48-stündigen Pilotenstreik bei der Lufthansa auf. Der Arbeitskampf trifft den Konzern zu einem ungünstigen Zeitpunkt, denn eigentlich glänzt die Airline gerade mit starken Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr. Doch der Konflikt um Betriebsrenten und Gehälter droht nun, die positive operative Entwicklung spürbar auszubremsen.

Eskalation im Tarifstreit

Von Donnerstag um 0:01 Uhr bis Freitag um 23:59 Uhr sollen die Maschinen am Boden bleiben. Neben der Kernmarke und der Frachttochter bestreikt die Gewerkschaft erstmals auch die Regionalgesellschaft Lufthansa CityLine. Es ist bereits die zweite Welle in dieser Auseinandersetzung, nachdem Mitte Februar ein eintägiger Ausstand rund 800 Flüge blockierte. Im Zentrum des Streits stehen ergebnislose Verhandlungen über die Umstellung der betrieblichen Altersversorgung sowie die Forderung der Piloten nach jährlichen Gehaltsanpassungen von 3,3 Prozent bis 2026.

Starke Zahlen treffen auf Skepsis

Operativ hat das Management eigentlich überzeugende Argumente auf seiner Seite. Im Jahr 2025 erwirtschaftete die Lufthansa einen Umsatz von 39,6 Milliarden Euro und einen operativen Gewinn von 2 Milliarden Euro. Besonders die Frachtsparte Lufthansa Cargo lieferte mit einem Gewinnsprung von 29 Prozent auf 324 Millionen Euro herausragende Resultate.

Dennoch bewertet der Markt das Gesamtbild derzeit vorsichtig. Die Aktie notiert aktuell bei 8,08 Euro und liegt damit auf Monatssicht knapp 15 Prozent im Minus. Dieser deutliche Kursrückgang unter den 50-Tage-Durchschnitt von 8,79 Euro spiegelt die anhaltenden Sorgen der Anleger wider. Verantwortlich für die Zurückhaltung sind neben dem Streik vor allem die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Stornierte Routen und notwendige Umfliegungen erhöhen den Treibstoffverbrauch und verursachen netzwerkweite Verzögerungen, auch wenn bestimmte Flugziele in der Region vom aktuellen Streik ausgenommen wurden.

Ausblick und Dividende

Trotz der aktuellen operativen Hürden hält das Management an seinem strategischen Fahrplan fest. Für das laufende Jahr 2026 plant die Lufthansa ein Kapazitätswachstum von vier Prozent und treibt die Flottenmodernisierung zügig voran. Zusätzliche finanzielle Entlastung erwartet die Fluggesellschaft durch die bestätigte Senkung der deutschen Luftverkehrssteuer ab dem 1. Juli 2026. Aktionäre können zudem auf der kommenden Hauptversammlung am 12. Mai mit einer auf 0,33 Euro erhöhten Dividende rechnen, was den grundsätzlichen Optimismus der Konzernführung trotz der laufenden Arbeitskämpfe unterstreicht.

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