Der eskalierende Iran-Konflikt wirbelt die globale Luftfahrt kräftig durcheinander und zwingt Airlines zu weitreichenden Flugplanänderungen. Während das Passagiergeschäft unter gesperrten Lufträumen und hohen Kerosinpreisen leidet, eröffnet sich an anderer Stelle eine überraschende Chance. Ausgerechnet die Frachtsparte der Kranich-Airline entwickelt sich aktuell zum Profiteur der geopolitischen Verwerfungen.
Wegfallende Konkurrenz beflügelt Frachtgeschäft
Durch die anhaltenden Störungen im Nahen Osten fällt ein erheblicher Teil der weltweiten Transportkapazitäten weg. Konkurrenten wie Emirates, Qatar Airways und Etihad leiden unter dem temporären Ausfall ihrer wichtigen Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Laut Lufthansa-Cargo-Chef Ashwin Bhat sind rund 18 bis 20 Prozent der globalen Marktkapazität vom Netz gegangen.
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Diese Lücke füllt das deutsche Unternehmen nun aus. Die Frachtsparte befand sich ohnehin im Aufwind und verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 bereits einen operativen Gewinnsprung von fast 30 Prozent auf 324 Millionen Euro. Die aktuelle Verlagerung der globalen Ost-West-Frachtströme beschleunigt diese positive Entwicklung zusätzlich.
Umleitungen und Kerosin-Absicherung
Im Passagiergeschäft zeichnet sich ein weitaus komplexeres Bild ab. Die Airline hat Verbindungen in Krisenregionen wie Teheran, Tel Aviv und Dubai aufgrund unvorhersehbarer Luftraumrisiken vorerst ausgesetzt. Als Reaktion auf die gesperrten Routen verlagert sich die Nachfrage nun stark auf alternative Langstrecken nach Asien und Afrika, weshalb der Konzern zusätzliche Frequenzen nach Singapur, Indien oder China prüft.
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Ein weiteres Risiko für die Branche sind die rasant gestiegenen Kerosinpreise, die infolge des Konflikts die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel durchbrochen haben. Hier profitiert das Unternehmen von langfristigen Finanzkontrakten zur Treibstoffabsicherung, die es vor den schlimmsten Preisschocks bewahren. An der Börse überwiegt momentan allerdings die Skepsis der Anleger gegenüber den operativen Unsicherheiten. Der Titel gab heute um 4,72 Prozent auf 7,43 Euro nach und spiegelt damit die allgemeine Nervosität im Sektor wider.
Solides Fundament für 2026
Der Konzern tritt dieser volatilen Phase mit einer starken Bilanz entgegen. Im vergangenen Jahr kletterte der operative Gewinn (Adjusted EBIT) um 19 Prozent auf 1,96 Milliarden Euro. Diese robuste Ertragslage soll am 12. Mai 2026 in einer geplanten Dividende von 0,33 Euro je Aktie münden. Das laufende Jahr wird nun maßgeblich davon abhängen, wie effizient das Management die lukrativen Frachtchancen nutzen kann, um die unvermeidbaren Belastungen und Streckenausfälle im Passagierverkehr auszugleichen.
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