Die Lufthansa meidet seit Monaten den venezolanischen Luftraum – doch nun wird es komplizierter. Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela musste Deutschlands größte Airline kurzfristig weitere Luftraumgebiete großräumig umfliegen.
Konkret betroffen ist die Verbindung zwischen Frankfurt am Main und der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá. Statt der üblichen elfeinhalb Stunden dauert der Flug nun rund zwölf Stunden. Ein Unternehmenssprecher betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass alle weiteren Flugverbindungen nach Südamerika planmäßig verkehren.
Der Hintergrund: In der Nacht zum Samstag nahmen die USA bei einem militärischen Angriff auf Venezuela Staatspräsident Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangen und verbrachten sie außer Landes. Beide sollen in New York vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen des Vorwurfs des „Drogenterrorismus“.
Wie reagiert die Börse?
Die Aktie zeigte sich im XETRA-Handel volatil. Zeitweise notierte der Titel 0,82 Prozent tiefer bei 8,51 Euro, schwenkte dann aber ins Plus und kletterte auf 8,61 Euro – ein Zugewinn von 0,35 Prozent.
Die operative Belastung durch längere Flugzeiten dürfte überschaubar bleiben, solange nur einzelne Routen betroffen sind. Kritischer wäre eine Ausweitung der Sperrungen auf weitere südamerikanische Lufträume.
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Branchenausblick gibt Rückenwind
Für das laufende Jahr rechnet der Flughafenverband ADV mit einem deutlichen Passagierwachstum von 4,2 Prozent auf 225 Millionen Fluggäste in Deutschland. Besonders stark sollen europäische Ziele mit einem Plus von 5,2 Prozent nachgefragt werden. Auf der Langstrecke erwartet man 3,1 Prozent Zuwachs.
Allerdings bleibt die deutsche Luftfahrt unter Vor-Corona-Niveau – die Erholungsquote liegt bei 91 Prozent. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel fordert zusätzlich zur geplanten Absenkung der Ticketsteuer ab Sommer weitere Entlastungen: „Der Luftverkehrsstandort Deutschland bleibt strukturell im Nachteil.“
Für die Lufthansa bedeutet das zweierlei: Wachstumspotenzial durch steigende Passagierzahlen, aber auch anhaltender Kostendruck durch Steuern und Gebühren. Die Venezuela-Krise ist da nur eine weitere Herausforderung.
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