Während die Integration von ITA Airways in Rekordzeit abgeschlossen wurde, richtet die Lufthansa Group den Blick bereits auf das nächste Ziel. Am heutigen Donnerstag endet die Frist für die Privatisierung von TAP Air Portugal, bei der sich ein direktes Duell mit Air France-KLM abzeichnet. Der Konzern treibt seine Konsolidierungsstrategie im europäischen Luftverkehr damit konsequent voran.
ITA-Integration nach Plan
Seit dem 1. April ist die italienische ITA Airways offiziell Teil der Star Alliance und nutzt das Vielfliegerprogramm Miles & More. Das Bündnis spricht von der schnellsten Integration seiner Geschichte. Für die Lufthansa, die aktuell 41 Prozent an ITA hält und bis 2027 die vollständige Übernahme anstrebt, ist dies ein wichtiger strategischer Schritt. Über das Drehkreuz Rom Fiumicino lassen sich künftig verstärkt Verbindungen nach Afrika und Lateinamerika anbieten.
Duell um die TAP-Anteile
Parallel eröffnet sich in Lissabon die nächste strategische Baustelle. Die portugiesische Regierung plant den Verkauf von 49,9 Prozent der Staatsairline TAP. Lufthansa hat ein unverbindliches Angebot bestätigt und sieht sich als idealen Partner für die Weiterentwicklung. Da IAG Berichten zufolge voraussichtlich kein Gebot abgibt, läuft alles auf einen Zweikampf mit dem französisch-niederländischen Konkurrenten Air France-KLM hinaus.
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Für die Frankfurter wäre ein Zuschlag überaus attraktiv. Über Lissabon erhielte die Gruppe direkten Zugang zum lukrativen Südatlantik-Markt und dem dichten Streckennetz nach Brasilien – einer Region, in der TAP seit Jahrzehnten Marktführer ist. Analysten taxieren den Wert des zum Verkauf stehenden Aktienpakets auf rund 700 Millionen Euro.
Solides Fundament trifft auf schwachen Kurs
Die finanzielle Basis für diese Expansionspläne ist vorhanden. Das vergangene Jahr schloss der Konzern mit einem Rekordumsatz von 39,6 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis von 1,96 Milliarden Euro ab. Gegen kurzfristige Kerosinpreisschwankungen ist das Unternehmen über Termingeschäfte abgesichert.
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An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke derzeit allerdings kaum wider. Mit einem gestrigen Schlusskurs von 7,65 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Minus von gut 10 Prozent und notiert weiterhin unter der 200-Tage-Linie.
Die weitere Richtung für die Aktie wird in den kommenden Wochen durch konkrete Termine bestimmt. Neben dem Ausgang des Bieterverfahrens in Portugal präsentiert das Management am 6. Mai die Zahlen für das erste Quartal 2026, gefolgt von der Hauptversammlung am 12. Mai in Frankfurt.
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