Lufthansa: Dividende von 0,33 Euro geplant

Geopolitische Spannungen am Persischen Golf treiben die Kerosinkosten für Europas größte Airline in die Höhe. Die Lufthansa reagiert mit der Stilllegung ihrer Regionaltochter CityLine und bereitet die Veröffentlichung der Quartalszahlen vor.

Lufthansa Aktie
Kurz & knapp:
  • Ölpreis schwankt durch Blockade der Straße von Hormus
  • Stilllegung der Regionalflotte Lufthansa CityLine
  • Quartalsbericht mit Streikkosten am 6. Mai
  • Aktie verliert und durchbricht 200-Tage-Linie

Geopolitische Spannungen am Persischen Golf diktieren derzeit den Kurs der Lufthansa. Die kurzzeitige Öffnung und rasche erneute Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran sorgt für extreme Ausschläge beim Ölpreis. Für Europas größte Airline ist das ein empfindlicher Schlag. Treibstoff bildet den größten variablen Kostenblock des Konzerns.

Nach der Beschlagnahmung eines iranischen Frachtschiffs durch das US-Militär bleibt das Nadelöhr für den globalen Öltransport dicht. Zuvor hatte eine kurze Entspannung den Preis für die Sorte Brent zeitweise um gut acht Prozent abrutschen lassen. Mit der erneuten Blockade kletterten die Notierungen wieder. Die Lufthansa-Aktie reagierte prompt und verlor 3,6 Prozent. Das Thema Kerosinversorgung ruft mittlerweile die Politik auf den Plan: Bundeswirtschaftsministerin Reiche hat zu einem Branchengipfel geladen.

Radikalschnitt bei der Regionaltochter

Das Management zieht derweil intern harte Konsequenzen aus der Kostenbelastung. Die regionale Tochtergesellschaft Lufthansa CityLine wird kurzfristig stillgelegt. Insgesamt 27 Passagier- und Frachtmaschinen gehen außer Betrieb. Als Hauptgrund nennt die Führung den hohen Kerosinverbrauch der veralteten Flotte. Der Schritt kommt zu einer sensiblen Zeit. Im laufenden Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen strebt der Konzern eigentlich nach Stabilität.

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Neben den Treibstoffpreisen belasten ungelöste Tarifkonflikte mit Piloten und Flugbegleitern die Bilanz. Zwar ruht der Streikbetrieb momentan, eine Einigung steht allerdings aus. Das genaue Ausmaß der finanziellen Schäden durch die Arbeitskämpfe offenbart der Vorstand am 6. Mai mit dem Bericht für das erste Quartal.

Als Vergleichsbasis dient das Vorjahr. Für 2025 hatte die Lufthansa Group ein bereinigtes operatives Ergebnis von zwei Milliarden Euro gemeldet. Der Umsatz lag bei knapp 40 Milliarden Euro.

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Streikkosten und Dividenden-Pläne

Wenige Tage nach den Quartalszahlen, am 12. Mai, bittet der Konzern zur Hauptversammlung nach Frankfurt. Auf der Tagesordnung steht eine vorgeschlagene Dividende von 0,33 Euro je Aktie. Das entspricht einem moderaten Aufschlag gegenüber dem Vorjahr und einer Gesamtausschüttung von rund 400 Millionen Euro. Im gleichen Schritt soll Johannes Teyssen den Vorsitz im Aufsichtsrat übernehmen.

Auf dem Parkett spiegelt sich die operative Anspannung wider. Mit dem jüngsten Kursrutsch kreuzte das Papier die viel beachtete 200-Tage-Linie nach unten. Charttechnisch ist die aktuelle Handelsspanne eng gesteckt: Einer Unterstützung bei 7,20 Euro steht ein massiver Widerstand bei acht Euro gegenüber. Der anstehende Zwischenbericht liefert den nächsten harten Datenpunkt, um diese Hürde zu attackieren.

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