LVMH Aktie: 850 Millionen für Marc-Jacobs-Verkauf

LVMH verkauft Marc Jacobs-Anteil für 730 Millionen Euro und fokussiert sich auf Kernmarken wie Louis Vuitton und Dior.

LVMH Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf an WHP Global und G-III
  • Fokus auf Top-Labels des Konzerns
  • Umsatzrückgang von 6 Prozent
  • Aktie nahe Jahrestief notiert

LVMH zieht einen weiteren Schlussstrich unter Randmarken und verkauft seine Mehrheitsbeteiligung an Marc Jacobs. Der Luxuskonzern macht damit weiter Druck auf die eigene Struktur und konzentriert sich noch stärker auf die Labels, die den größten Teil von Umsatz und Gewinn liefern.

Der Deal mit einem Joint Venture aus WHP Global und G-III Apparel Group ist mit rund 850 Millionen Dollar bewertet, also etwa 730 Millionen Euro. Marc Jacobs bleibt als Kreativchef an Bord. WHP Global soll das weltweite Lizenzgeschäft führen, G-III übernimmt Direktvertrieb und Großhandel.

Mehr Fokus, weniger Breite

Der Schritt passt zu einer klaren Linie. Schon bei Off-White im September 2024 und bei Stella McCartney im Januar 2025 hat LVMH Beteiligungen reduziert. Die Gruppe sortiert ihr Portfolio damit sichtbar um. Weg von der Breite, hin zu den Kernhäusern.

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Diese Kernmarken sind weiterhin Louis Vuitton, Dior, Sephora, Tiffany und Bulgari. Zusammen stehen sie für schätzungsweise 75 Prozent des Umsatzes und 90 Prozent des operativen Ergebnisses. Genau dort will LVMH in einem schwierigen Marktumfeld Kapital, Aufmerksamkeit und Managementzeit bündeln.

Schwächeres Umfeld belastet

Der Druck auf die Strategie kommt nicht aus heiterem Himmel. Im ersten Quartal 2026 sank der Umsatz um 6 Prozent auf 19,1 Milliarden Euro. Besonders die Sparte Mode und Lederwaren kam mit einem Minus von 2 Prozent unter Druck.

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Der Konzern prüft offenbar auch weitere Bausteine des Portfolios. Im Markt kursieren Überlegungen zu Fenty Beauty, während LVMH zugleich mögliche Chancen bei Giorgio Armani im Blick behält. Das zeigt vor allem eines: Der Konzern bleibt selektiv, aber nicht passiv.

Aktie unter Druck

An der Börse kam die Nachricht ebenfalls an. Morgan Stanley senkte das Kursziel von 565 auf 540 Euro und blieb bei „Equal Weight“. Barclays sieht LVMH dagegen als „Top Pick“ und rechnet ab dem zweiten Quartal 2026 mit einer Wachstumsbeschleunigung, gestützt auf einen günstigeren Vergleichseffekt und eine Erholung bei Tiffany und Dior.

Die Aktie schloss am Freitag bei 456,15 Euro, 0,89 Prozent tiefer. Seit Jahresbeginn liegt sie fast 29 Prozent im Minus und notiert damit nur knapp über dem Jahrestief. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt zeigt, wie viel Skepsis der Markt dem Luxuskonzern derzeit noch entgegenbringt.

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