Bernard Arnault hat seine Machtposition bei LVMH zementiert. Die Gründerfamilie kontrolliert nun erstmals mehr als die Hälfte aller Anteile am weltgrößten Luxuskonzern. Parallel dazu sorgt ein operatives Detail für Aufsehen: Während LVMH seine Läden in Russland längst schloss, läuft der Hotelbetrieb in St. Petersburg weiter.
Absolute Mehrheit erreicht
Die Familie Arnault hat ihre Beteiligung von 49,77 auf 50,01 Prozent aufgestockt – das entspricht rund 248 Millionen Aktien. Bei den Stimmrechten verfügt die Familie bereits über 65,94 Prozent. Die Schwelle von 50 Prozent beim Kapitalanteil hatte das Management bei der Vorlage der Jahreszahlen angekündigt. Nun ist sie Realität.
Der Schritt kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Wachstum im Luxussegment deutlich verlangsamt hat. Im vierten Quartal 2025 legte der Umsatz organisch nur noch um 1 Prozent zu. Verantwortlich dafür sind vor allem die schwächelnde Nachfrage in Teilen Asiens und Währungseffekte. Für das Gesamtjahr 2025 meldete LVMH 80,8 Milliarden Euro Umsatz bei einer operativen Marge von 22 Prozent.
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Russland-Geschäft im Fokus
Während die strategische Konsolidierung läuft, rückt eine andere Facette ins Licht: Laut einem Reuters-Bericht vom 27. Februar betreibt LVMH weiterhin das Grand Hotel Europe in St. Petersburg. Die Einzelhandelsgeschäfte in Russland hatte der Konzern nach Kriegsbeginn 2022 geschlossen. Das historische Luxushotel läuft jedoch unter eigener lokaler Führung weiter – getrennt von den übrigen Hotelstrukturen des Konzerns.
Die operative Marge von 22 Prozent zeigt, dass LVMH trotz Normalisierung profitabel arbeitet. Allerdings notiert die Aktie aktuell bei 536,70 Euro und damit deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 691,20 Euro. Für die Familie Arnault dürfte die absolute Mehrheit dennoch strategisch wertvoll sein – unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen.
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