Der Luxusgigant verkauft sein Duty-Free-Geschäft in Hongkong und Macau. Gleichzeitig droht US-Präsident Trump mit massiven Strafzöllen auf französische Produkte. Die Aktie reagiert prompt mit einem Minus von 1,44 Prozent auf 574,40 Euro.
Die Nachricht kam am Dienstag: LVMH trennt sich von seinen DFS-Einzelhandelsgeschäften in Hongkong und Macau. Käufer ist die staatlich kontrollierte China Tourism Group Duty Free aus Peking. Einen konkreten Kaufpreis nennt der Konzern nicht – was durchaus Fragen aufwirft. Immerhin hatte LVMH in den 1990er Jahren rund 2,5 Milliarden US-Dollar für die Mehrheit an DFS gezahlt.
Die Transaktion wird vollständig in bar abgewickelt und soll in etwa zwei Monaten abgeschlossen sein. LVMH und die Familie des DFS-Gründers Robert Miller beteiligen sich im Gegenzug an einer Kapitalerhöhung der CTG Duty Free und zeichnen neu ausgegebene Aktien in Hongkong. Der französische Konzern betont, dass dieser Betrag nur einen kleinen Teil der Erlöse ausmache.
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Strafzölle als neue Belastung?
Doch damit nicht genug: Kaum ist der Deal kommuniziert, droht Donald Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf französische Weine und Champagner. Der Hintergrund ist politisch: Frankreich zögert, dem von Trump vorgeschlagenen „Friedensrat“ für Gaza beizutreten. Der US-Präsident ließ am Montag in Miami keinen Zweifel daran, was er von Emmanuel Macrons Haltung hält.
Sollte Frankreich dem Gremium nicht beitreten, würden die Strafzölle kommen, so Trump. Macron werde dann schon nachgeben – „aber er muss nicht“. Die Drohung wiegt schwer: Wein und Champagner gehören zu den Prestigegütern, mit denen französische Luxuskonzerne wie LVMH weltweit punkten.
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Analysten senken die Einstufung
Als wäre das nicht genug, stufte Morgan Stanley die Aktie zum Wochenstart von „Übergewichten“ auf „mit dem Gesamtmarkt gewichten“ herunter. Die Kombination aus strategischem Rückzug in Asien, politischem Druck aus Washington und einer vorsichtigeren Analystenhaltung setzt dem Kurs zu.
Der Verkauf der DFS-Geschäfte markiert eine deutliche Verschiebung in der Asienstrategie. CEO Ed Brennan spricht von einem „wichtigen Schritt für DFS“ – ob dieser Schritt langfristig richtig ist, bleibt offen. Die fehlende Preisnennung und die ungewöhnliche Konstruktion mit der Beteiligung an der CTG Duty Free werfen jedenfalls mehr Fragen auf, als sie beantworten.
Trumps Zollpolitik steht zudem vor dem Supreme Court zur Prüfung. Ob der Präsident seine Kompetenzen überschritten hat, ist juristisch umstritten. Eine Entscheidung steht aus – die Unsicherheit bleibt.
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