LVMH Aktie: Chinas Comeback rettet die Zahlen

Der Luxuskonzern LVMH übertrifft die Umsatzerwartungen knapp, getragen von einem Comeback in China. Der operative Gewinn sinkt jedoch deutlich aufgrund von Währungseffekten und gestiegenen Kosten.

LVMH Aktie
Kurz & knapp:
  • Leichtes Umsatzplus nach Analystenerwartungen
  • Chinesische Inlandsumsätze wachsen wieder
  • Operativer Gewinn bricht um neun Prozent ein
  • Nachfolgefrage und neue Preispolitik als Themen

Der Luxusriese aus Frankreich hat die Erwartungen im vierten Quartal übertroffen – wenn auch nur knapp. Mit einem Umsatzplus von 1 Prozent auf vergleichbarer Basis zeigt sich eine leichte Stabilisierung, nachdem Analysten sogar mit einem Rückgang von 0,3 Prozent gerechnet hatten. Der Gesamtumsatz erreichte 22,7 Milliarden Euro.

Besonders bemerkenswert: Die chinesischen Inlandsumsätze legten im Quartal zu. Nach Monaten der Flaute meldet LVMH damit erstmals wieder Wachstum im wichtigsten Markt für Luxusgüter. Fast ein Drittel der Verkäufe in der Sparte Mode und Lederwaren hängt von chinesischen Kunden ab – auch jenen, die im Ausland einkaufen.

Margen unter Druck

Trotz der positiven Umsatzsignale brach der operative Gewinn für 2025 um 9 Prozent ein. Verantwortlich dafür: ein ganzes Bündel an Belastungen. Der schwache Dollar machte mehr als die Hälfte des Rückgangs aus. US-Touristen gaben in Europa entsprechend weniger aus, die regionalen Verkäufe sanken um 2 Prozent.

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Hinzu kamen US-Zölle auf Alkoholexporte und Rekordpreise für Gold, die die Importkosten im Schmuckgeschäft in die Höhe trieben. Die Kernsparte Mode und Lederwaren verzeichnete währungsbereinigt ein Minus von 3 Prozent – exakt im Rahmen der Erwartungen.

Die unbequeme Nachfolgefrage

Während der 76-jährige Konzernchef Bernard Arnault die Altersgrenze für den CEO-Posten auf 85 Jahre hochschraubte, wächst die Nervosität unter institutionellen Anlegern. Trotz fünf im Konzern tätiger Kinder bleibt die Nachfolge ungeklärt.

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Fondsmanagerin Ariane Hayate von Rothschild sieht darin einen klaren Risikofaktor, der zu einem Governance-Abschlag führt. Vermögensverwalter Baillie Giford stimmte bereits im April 2025 gegen die Altersgrenzanhebung – Begründung: fehlende Transparenz bei den Nachfolgeplänen.

Kampf um die Aspirationalen

Um den Umsatz wieder anzukurbern, setzt LVMH verstärkt auf günstigere Produkte. Die neue Beauty-Linie von Louis Vuitton mit Lippenstiften ab 160 Dollar und die „Vivienne“-Taschenanhänger für 850 bis 1.810 Dollar zielen auf jüngere, weniger vermögende Käufer.

Auch der globale Hype um Labubu-Puppen wird ausgeschlachtet: Die kleinere Taschenmarke Moynat lancierte eine Kollektion mit dem Schöpfer der Monster-Figuren. Der Plan dahinter ist klar – während die Preise für Handtaschen weiter steigen, sollen Accessoires die Lücke zu preisbewussten Kunden schließen.

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