LVMH hat am Dienstag Transaktionen mit eigenen Aktien für den Zeitraum vom 26. bis 30. Oktober gemeldet. Das Unternehmen übermittelte die entsprechende Offenlegung an die französische Finanzmarktaufsicht AMF. Daneben betreffen weitere Pflichtmitteilungen den Erwerb leistungsabhängig zugeteilter Aktien durch Bernard und Frédéric Arnault.

Aktiengeschäfte und leistungsabhängige Zuteilungen

Bernard Arnault legte am 26. Oktober den Erwerb von 7.012 LVMH-Aktien offen. Die Pflichtmitteilung ordnet die Transaktion einer leistungsabhängigen Aktienzuteilung zu.

Frédéric Arnault meldete am selben Tag den Erwerb von 345 LVMH-Aktien. Auch diese Transaktion stand der Mitteilung zufolge im Zusammenhang mit einer leistungsabhängigen Zuteilung.

Ermittlungen und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen

Neben den Aktienmeldungen steht LVMH wegen seiner historischen Beteiligung an Hermès im Blickpunkt französischer Ermittler. Le Monde berichtete am 30. Oktober, dass diese die Rolle des Konzerns im Fall der verschwundenen Aktien des Hermès-Erben Nicolas Puech untersuchen. Dabei handelt es sich um berichtete Ermittlungsschritte, nicht um eine Feststellung von Fehlverhalten.

Nach dem Bericht wurde Jean-Jacques Guiony, CEO von Moët Hennessy, als Zeuge befragt. Guiony sagte demnach, LVMH habe bei angebotenen Aktien weder nach deren Eigentümer gefragt noch die Berechtigung des Verkäufers geprüft.

Reuters berichtete am 24. Oktober außerdem über verstärkte Sicherheitsmaßnahmen bei LVMH vor Protesten in Frankreich. Der Konzern erhöhte demnach den Schutz von Geschäften der Marken Louis Vuitton, Dior und Bulgari nahe der Place Vendôme. Zusätzlich setzte LVMH private Sicherheitskräfte für Patrouillen in Einkaufsvierteln mit hochpreisigen Geschäften ein.