Die Aktie des französischen Luxuskonzerns LVMH ist am Mittwoch unter massiven Verkaufsdruck geraten. Der Titel sackte zeitweise um knapp 8 Prozent auf 548,30 Euro ab – und damit auf den tiefsten Stand seit Monaten. Verantwortlich für den Kursrutsch: enttäuschende Geschäftszahlen für das Jahr 2025, die das schwierige Marktumfeld schonungslos offenlegen.
Der Nettogewinn des Konzerns brach um 13 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro ein. Noch drastischer fiel der Rückgang beim operativen Ergebnis aus: Hier stand ein Minus von 9 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro zu Buche. Der Umsatz sank um 5 Prozent auf knapp 81 Milliarden Euro. Organisch, also bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte, ging es um 1 Prozent abwärts.
Handelskriege würgen Nachfrage ab
Besonders heftig traf es das Wein- und Spirituosengeschäft. Die Handelskonflikte zwischen China und den USA ließen die Kauflust der Konsumenten einbrechen. Cognac blieb in den Kernmärkten regelrecht in den Regalen stehen. Auch in Europa schwächelte die Nachfrage im zweiten Halbjahr deutlich. Selbst das Mode- und Ledergeschäft, normalerweise ein Stabilitätsanker, musste Umsatz- und Ergebniseinbußen im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen.
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Einzig im vierten Quartal konnte LVMH organisch ein leichtes Plus von 1 Prozent verbuchen. Die Rückkehr des chinesischen Marktes zu positivem Wachstum sorgte hier für etwas Entlastung. Doch das reichte nicht, um die Anleger zu beruhigen.
Vorsicht statt Euphorie
Für Aufsehen sorgte auch der Ton von CEO Bernard Arnault. Statt Zuversicht zu verbreiten, mahnte er auf der Pressekonferenz am Dienstagabend zur Vorsicht. Angesichts geopolitischer Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheit sei Zurückhaltung angebracht. Einen konkreten Ausblick für 2026 lieferte der Konzern nicht – lediglich ein vages „zuversichtlich“ stand im Raum.
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Analysten zeigten sich unbeeindruckt. James Grzinic von Jefferies stellte nüchtern fest, die Zahlen böten kein „Erweckungserlebnis“ für die Branche. Die aktuelle Bewertung gebe neuen Käufern wenig Anreiz zum Einstieg. Charles-Louis Scotti von Kepler Cheuvreux senkte zwar sein Kursziel wegen höherer Steuern, Finanzierungskosten und negativer Währungseffekte, hält aber an seiner Kaufempfehlung fest.
Der Markt strafte den gesamten Luxussektor ab. Kering verlor über 5 Prozent, Burberry und Moncler gaben jeweils rund 3 Prozent nach. Die Dividende von insgesamt 13 Euro je Aktie – nach einer bereits gezahlten Zwischendividende von 5,50 Euro – konnte die Stimmung nicht aufhellen. LVMH hat seit Jahresbeginn bereits rund 100 Euro an Wert verloren und damit die Hälfte der Erholung aus 2024 wieder eingebüßt.
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