LVMH hat eine volatile Woche hinter sich. Der Kurs schwankte spürbar, am Freitag schloss die Aktie bei 475,00 Euro und damit 1,56 Prozent im Minus. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 0,89 Prozent.
Die größere Bewegung liegt weiter im laufenden Jahr. Seit Jahresbeginn hat die Aktie fast 26 Prozent verloren. Vom 52-Wochen-Hoch bei 652,80 Euro ist sie noch immer deutlich entfernt, liegt aber rund 7 Prozent über dem Tief von Ende Juni 2025. Auch die technische Lage bleibt gemischt: Der Kurs notiert knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt, aber klar unter der 200-Tage-Linie.
Alte Hermès-Affäre belastet weiter
Für Schlagzeilen sorgte vor allem ein juristisches Thema mit langem Vorlauf. In Paris geriet der Schweizer Anwalt Alexandre Montavon unter formelle Untersuchung. Die Ermittler verdächtigen ihn, an der Veruntreuung von Hermès-Aktien zugunsten von LVMH beteiligt gewesen zu sein. Im Zentrum steht eine Offshore-Gesellschaft namens Dilico, über die die Papiere angeblich an mit LVMH verbundene Banken geleitet wurden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei LVMH?
Kurz darauf bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft die Anklage gegen drei Schweizer Beteiligte, darunter zwei Anwälte und einen Notar. Der Fall reicht mehr als ein Jahrzehnt zurück. Damals baute LVMH heimlich eine große Beteiligung an Hermès auf, die 2010 öffentlich wurde.
LVMH weist die Vorwürfe weiterhin zurück und betont, man habe keine Hermès-Aktien veruntreut. Genau diese alte Affäre bleibt damit ein juristischer Schatten über dem Konzern, auch wenn der operative Geschäftsbetrieb davon getrennt läuft.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei LVMH?
Eigene Aktien und Behördenmeldung
Parallel dazu meldete LVMH eine turnusmäßige Woche an die französische Marktaufsicht AMF. Die am Dienstag eingereichte Meldung listete eigene Aktiengeschäfte des Konzerns für den Zeitraum vom 18. bis 22. Mai 2026 auf.
Für die Aktie bleibt damit vorerst vor allem eines entscheidend: Die juristischen Entwicklungen liefern neuen Gesprächsstoff, während der Kurs technisch weiter zwischen Erholung und Schwäche pendelt. Solange die Aktie die 50-Tage-Linie nur knapp hält und die 200-Tage-Marke klar darunter bleibt, dürfte jede neue Nachricht aus dem Hermès-Komplex an der Börse überproportional wirken.
LVMH-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue LVMH-Analyse vom 30. Mai liefert die Antwort:
Die neusten LVMH-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für LVMH-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
LVMH: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

