Die LVMH-Aktie gerät am Montag kräftig unter die Räder. Der Kurs sackt um mehr als vier Prozent ab und notiert bei 609,20 Euro. Verantwortlich dafür sind nicht nur die drohenden US-Strafzölle unter Trump, sondern auch eine vernichtende Analystenstudie.
Morgan Stanley hat die Bewertung von „Overweight“ auf „Equal-Weight“ gesenkt – und das, obwohl das Kursziel bei 635 Euro bleibt. Die Botschaft ist klar: Nach der starken Aufwärtsbewegung seit Sommer 2025 ist die Luft raus.
Bewertung am oberen Ende – wohin soll’s noch gehen?
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: LVMH handelt mit einem 12-Monats-KGV von 26,1x, während der langfristige Durchschnitt bei nur 20,5x liegt. Mehr als 90 Prozent des Kursanstiegs der vergangenen Monate gehen auf diese Bewertungsexpansion zurück – nicht auf steigende Gewinnerwartungen.
Morgan Stanley stellt die entscheidende Frage: Warum sollte die Aktie in den kommenden Wochen weiter steigen? Eine Antwort darauf liefern die Analysten nicht.
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Gewinnerwartungen nach unten korrigiert
Stattdessen senkt die Bank ihre Prognose für den Gewinn je Aktie 2026 von 24,04 Euro auf 23,61 Euro. Das liegt 2,6 Prozent unter dem Analystenkonsensus von 24,20 Euro. Auch für die Folgejahre wurden die Schätzungen reduziert.
Der Grund: Die Margen dürften 2026 um 150 Basispunkte schrumpfen. Negative Währungseffekte und neue Strafzölle belasten die Profitabilität. LVMH wird diese Kosten nur teilweise weitergeben können.
Wein und Spirituosen im freien Fall
Besonders dramatisch entwickelt sich die Sparte Weine und Spirituosen. Morgan Stanley erwartet für 2026 einen operativen Gewinn von nur noch 988 Millionen Euro – bei einer Marge von 18,1 Prozent. Das wäre der niedrigste Wert seit 2010.
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Höhere Zölle in den USA und China setzen dem Geschäft massiv zu. Die Erholung, auf die viele gehofft hatten, bleibt aus.
Gibt es auch positive Signale?
Immerhin: Bei Mode und Lederwaren – der Gewinnperle von LVMH mit 75 Prozent Ergebnisbeitrag – zeigen sich leichte Verbesserungen. Morgan Stanley rechnet für das vierte Quartal nur noch mit einem organischen Umsatzrückgang von 1,5 Prozent statt zuvor 4,3 Prozent.
Louis Vuitton und Dior performen besser. Die Nachfrage in den USA hat sich seit dem Sommer stabilisiert, chinesische Konsumenten kehren langsam zurück.
Doch reicht das, um den Abwärtsdruck zu stoppen? Morgan Stanley ist skeptisch. Das Risiko-Rendite-Profil hat sich verschoben – und die Risiken überwiegen derzeit klar.
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