Der Pariser Stadtrat hat dem Vorschlag von Louis Vuitton zugestimmt, die Neugestaltung zweier Straßen zu finanzieren und zu steuern. Wie Le Monde gestern berichtete, betrifft das Vorhaben die Rue de Bassano und die Rue Galilée neben dem geplanten Großgeschäft der LVMH-Marke an den Champs-Élysées.
Debatte über öffentliche Flächen
Das Projekt wirft laut Le Monde Fragen zum Einfluss privater Unternehmen auf den öffentlichen Raum auf. Louis Vuitton soll dabei nicht nur die Finanzierung übernehmen, sondern auch die Leitung der Neugestaltung verantworten. Ein Unternehmenssprecher bezeichnete das Vorhaben gegenüber der Zeitung als Restaurierungsprojekt.
Die Zustimmung betrifft damit Arbeiten im Umfeld des künftigen Geschäfts. Die beiden Straßen stehen im Mittelpunkt der berichteten Kontroverse über die private Finanzierung öffentlicher Flächen.
Rückkäufe, Ausbildung und Ermittlungen
LVMH veröffentlichte am Dienstag außerdem Aktienrückkäufe im Rahmen seines genehmigten Rückkaufprogramms. Vom 26. bis 30. Oktober kaufte das Unternehmen an jedem der fünf Handelstage jeweils 50.000 eigene Aktien. Die Papiere sind nach Unternehmensangaben zur Einziehung bestimmt.
Am Freitag meldete LVMH zudem die Abschlussfeier des diesjährigen Jahrgangs seines Institut des Métiers d’Excellence. Nach Unternehmensangaben hat das Ausbildungsprogramm seit 2014 insgesamt 4.300 Auszubildende geschult.
Daneben berichtete Le Monde vor gut einer Woche über Ermittlungen im Zusammenhang mit Hermès-Aktien des Erben Nicolas Puech. Die Pariser Ermittler prüfen demnach, ob LVMH die Aktien ohne dessen Wissen und in Abstimmung mit seinem früheren Vermögensverwalter erworben hat. Nach dem Bericht plant der Untersuchungsrichter, Bernard Arnault vorzuladen. LVMH erklärte, sich zu laufenden Verfahren nicht zu äußern.
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