Die Luxusbranche steht im Februar 2026 an einem Scheideweg. Nach einem turbulenten Jahr mit China-Schwäche und geopolitischen Spannungen zeigen sich erste Stabilisierungstendenzen. Doch zwischen den französischen Rivalen LVMH und Kering klafft ein gewaltiger Graben.
Während LVMH seine Position als Branchenprimus mit stabilen Margen verteidigt, steckt Kering mitten in einer radikalen Restrukturierung. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist LVMH der sichere Hafen – oder bietet der abgestrafte Kering-Kurs die Chance auf ein spektakuläres Comeback?
Die Ausgangslage: Wer steht wo?
Die Rollenverteilung war selten so eindeutig. LVMH agiert aus einer Position der Stärke. Mit 80,8 Milliarden Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025 hat der Konzern trotz eines schwierigen Umfelds seine operative Marge bei beeindruckenden 22 Prozent gehalten. Die Diversifikation zahlt sich aus: Während Wines & Spirits schwächelte, fungierte Selective Retailing mit Sephora als kraftvoller Wachstumsmotor.
Kering hingegen kämpft um Relevanz. Der Umsatz brach 2025 um 15 Prozent auf 14,7 Milliarden Euro ein. Die operative Marge schmolz auf magere 11,1 Prozent zusammen. Das Sorgenkind bleibt Gucci mit dem zehnten Umsatzrückgang in Folge im vierten Quartal. Doch genau hier liegt die Wette: Der neue CEO Luca de Meo hat einen radikalen Reset eingeleitet.
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Die Zahlen im direkten Vergleich
| Kennzahl (2025) | LVMH | Kering |
|---|---|---|
| Umsatz | 80,8 Mrd. € (-1% org.) | 14,7 Mrd. € (-15%) |
| Operatives Ergebnis | 17,8 Mrd. € (-9%) | 1,63 Mrd. € (-33%) |
| Operative Marge | 22,0 % | 11,1 % |
| Performance 1 Jahr | -21 % | +2 % |
Die Diskrepanz könnte kaum deutlicher sein. LVMH erwirtschaftet mehr als das Zehnfache des operativen Gewinns von Kering – bei doppelt so hoher Marge.
Wer hat die bessere Strategie?
LVMH setzt auf bewährte Stärke. Das breite Portfolio aus Louis Vuitton, Dior, Tiffany und Sephora bietet natürliche Absicherung gegen Schwankungen einzelner Marken. Die Dividende bleibt mit 13 Euro je Aktie stabil – ein klares Signal der Zuversicht an die Aktionäre.
Kering dagegen wettet auf den Turnaround. Die Dividende wurde auf 3 Euro gekürzt, ergänzt um eine Sonderdividende von einem Euro. Das Management investiert die gesparten Mittel in die Neupositionierung von Gucci. Ein riskanter, aber potenziell lohnender Schachzug.
Bewertung: Qualität hat ihren Preis
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis erzählt eine interessante Geschichte. LVMH wird mit einem KGV von rund 21 für 2026 gehandelt – ein fairer Preis für Branchenführerschaft und Stabilität.
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Kering erscheint mit einem KGV von etwa 36 auf den ersten Blick teuer. Doch dieser Wert ist durch den massiven Gewinneinbruch verzerrt. Sollte der Turnaround gelingen, könnte sich das Bild schnell ändern.
Das Fazit: Sicherheit oder Spekulation?
Beide Aktien haben ihre Berechtigung – für völlig unterschiedliche Anlegertypen.
LVMH ist die Wahl für Investoren, die auf bewährte Qualität setzen. Der Konzern hat bewiesen, dass er auch in schwierigen Zeiten profitabel wirtschaftet. Die stabile Dividende und die breite Aufstellung machen die Aktie zum defensiven Luxus-Investment.
Kering richtet sich an risikofreudige Anleger mit Geduld. Der neue CEO hat ambitionierte Pläne, doch der Beweis steht noch aus. Wer an das Comeback von Gucci glaubt, findet hier eine spekulative Wette mit erheblichem Aufwärtspotenzial – aber ebenso deutlichem Rückschlagsrisiko.
Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Kering die Trendwende schafft. Bis dahin bleibt LVMH der verlässlichere Partner im Luxussegment.
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