Am 21. April legt Lynas Rare Earths seine Quartalszahlen für den Zeitraum bis Ende März vor — und die Messlatte liegt hoch. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 war außergewöhnlich stark, der Kurs hat sich in zwölf Monaten fast verdreifacht. Jetzt will der Markt wissen, ob der Schwung anhält.
Rekordhalbjahr als Ausgangspunkt
Die Zahlen aus dem ersten Halbjahr FY26 sprechen für sich: Der Nettogewinn nach Steuern sprang von 5,9 Millionen auf 80,2 Millionen australische Dollar. Der Umsatz legte um 63 Prozent auf 413,7 Millionen Dollar zu, das EBITDA vervierfachte sich auf 152,4 Millionen Dollar. Hinzu kommt eine massiv gestärkte Bilanz — die liquiden Mittel stiegen von 166,5 Millionen auf über eine Milliarde Dollar, getrieben durch eine abgeschlossene Kapitalerhöhung über 932,6 Millionen Dollar.
An der Börse spiegelt sich dieser Rückenwind im Kurs wider: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 75 Prozent zugelegt. Der aktuelle Kurs von 12,60 Euro liegt allerdings knapp fünf Prozent unter dem erst vor wenigen Tagen markierten 52-Wochen-Hoch — ein Zeichen, dass der Markt die bevorstehenden Quartalszahlen genau beäugt.
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Schwere Seltene Erden: Drei Produkte, kein Konkurrent
Vor der Zahlenpräsentation hat Lynas bereits ein operatives Signal gesetzt. Die Produktion von Samariumoxid in der malaysischen Anlage startete früher als geplant — ursprünglich war April als Zieldatum angesetzt. Damit bietet Lynas nun drei schwere Seltene-Erden-Oxide an: Samarium, Dysprosium und Terbium. Kein anderes Unternehmen außerhalb Chinas kann das von sich behaupten.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Peking hat im vergangenen Jahr Exportbeschränkungen für genau diese Materialien verhängt, was die Nachfrage nach alternativen Quellen schlagartig erhöht hat. Die malaysische Anlage soll nach Abschluss der Erweiterung — Investitionsvolumen rund 180 Millionen australische Dollar — bis zu 5.000 Tonnen schwere Seltene-Erden-Rohstoffe pro Jahr verarbeiten können.
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Staatliche Abnehmer sichern Erlöse ab
Lynas hat seine Erlösbasis mit zwei langfristigen Abnahmeverträgen abgesichert. Das US-Verteidigungsministerium verpflichtete sich zu einem Vierjahresvertrag über 96 Millionen US-Dollar für Lieferungen von Leicht- und Schwer-Seltene-Erden-Oxiden — mit einem Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm für Neodym-Praseodym-Oxid. Japan Australia Rare Earths verlängerte seinen Liefervertrag bis 2038, ebenfalls mit einem Preisboden von 110 US-Dollar pro Kilogramm und einem Mindestvolumen von 5.000 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid jährlich.
CEO-Nachfolge als offene Variable
Ein Thema, das Investoren beim Quartalsupdate besonders verfolgen werden: der Stand der CEO-Nachfolge. Amanda Lacaze, die das Unternehmen über Jahre geprägt hat, kündigte ihren Rückzug bis Ende des Geschäftsjahres an. Sie bleibt bis Ende Juni an Bord, während intern und extern nach einem Nachfolger gesucht wird. Mit dem Quartalsbericht am 21. April könnte das Unternehmen erstmals konkretere Signale zum Übergangsprozess geben — das dürfte für manche Anleger mindestens so interessant sein wie die Produktionszahlen selbst.
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