Lynas Rare Earths expandiert massiv in die industrielle Weiterverarbeitung. Der Bergbaukonzern kooperiert künftig mit dem südkoreanischen Magnethersteller JS Link. Gemeinsam errichten die Partner eine Fabrik für Neodym-Eisen-Bor-Magnete in Malaysia.
Die neue Anlage entsteht direkt neben dem bestehenden Lynas-Werk in Kuantan. Sie soll jährlich 3.000 Tonnen Magnete produzieren. Das Projekt schafft parallel dazu bis zu 400 neue Arbeitsplätze in der Region.
Lynas investiert rund 50 Millionen Dollar in die strategische Allianz. Damit übernimmt das Unternehmen einen Anteil von etwa 4,6 Prozent an JS Link. Im Gegenzug sicherten sich die Australier einen exklusiven Liefervertrag bis Januar 2038.
Unabhängigkeit von China im Fokus
Mit diesem Schritt reagiert das Management auf die Dominanz Chinas im globalen Magnetmarkt. Westliche Nationen suchen verstärkt nach alternativen Lieferwegen für grüne Technologien. Die Integration in die Magnetproduktion verringert die Abhängigkeit von chinesischen Exporten.
An der Börse löste die Nachricht zuletzt keine Rally aus. Die Aktie schloss am Freitag bei 9,94 Euro. Auf Wochensicht büßte das Papier damit fast acht Prozent an Wert ein.
Trotz der Korrektur bleibt die Bilanz für 2026 positiv. Seit Jahresbeginn legte der Kurs um gut 38 Prozent zu. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 10,16 Milliarden Euro. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 36,1 eine technisch überverkaufte Lage.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den Bericht zum abgelaufenen Quartal. Lynas veröffentlicht die Ergebnisse Ende Juli. Interim-CEO Pol Le Roux wird in einer Analystenkonferenz Details zur Investition in JS Link erläutern.
Marktbeobachter achten besonders auf die Produktionsmengen in Australien und Malaysia. Analysten vergeben derzeit überwiegend das Rating „Hold“. Die Kursziele im Heimatmarkt Australien reichen bis zu 17,50 Australischen Dollar.
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