Operativ eilt Lynas Rare Earths von Meilenstein zu Meilenstein. An der Börse macht sich kurz vor den Quartalszahlen am 21. April jedoch Nervosität breit. Ein überraschendes Analysten-Downgrade und der nahende Abschied der langjährigen Konzernchefin bremsen die monatelange Kursrally abrupt ab.
Analysten treten auf die Bremse
Morgan Stanley stufte das Papier kürzlich auf „Equalweight“ ab und setzte das Kursziel auf 20,45 Australische Dollar. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Die Papiere gaben um fast sieben Prozent auf 20,59 Dollar nach. Marktbeobachter verweisen auf die ambitionierte Bewertung nach dem massiven Kursanstieg.
Seit Jahresbeginn steht immer noch ein Plus von 69 Prozent auf der Anzeigetafel. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis liegt mittlerweile bei rund 6,5. Damit wird der Seltene-Erden-Produzent deutlich teurer gehandelt als der Sektordurchschnitt.
Hohe Messlatte für die Quartalszahlen
Die Erwartungen an das anstehende März-Quartal sind enorm. Im ersten Geschäftshalbjahr explodierte der Nettogewinn auf 80,2 Millionen Dollar. Parallel dazu kletterte der Umsatz um 63 Prozent auf knapp 414 Millionen Dollar.
Ein milliardenschweres Finanzpolster sichert die weitere Expansion ab. Operativ liefert das Unternehmen derzeit pünktlich. Im malaysischen Werk startete die Produktion von Samariumoxid sogar vor dem ursprünglichen Zeitplan. Lynas bietet damit als einziger Produzent außerhalb Chinas drei schwere Seltene Erden kommerziell an.
Expansion und Führungswechsel
Der Ausbau der Wertschöpfungskette schreitet derweil zügig voran. Gemeinsam mit LS Eco Energy entsteht in Vietnam eine neue Verarbeitungsanlage für Seltene-Erden-Metalle. Der Betriebsstart ist für Ende 2026 vorgesehen. Langfristige Abnahmeverträge mit dem US-Verteidigungsministerium und japanischen Partnern garantieren feste Mindestpreise und sichern die Investitionen ab.
All diese Weichenstellungen fallen in eine Phase des personellen Umbruchs. CEO Amanda Lacaze wird den Konzern bis Ende Juni verlassen. Am 21. April muss das Management nun beweisen, dass die operative Dynamik die hohe Bewertung rechtfertigt. Liefert der Quartalsbericht keine positiven Überraschungen, dürfte der Druck auf die Aktie weiter zunehmen.
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