Lynas Rare Earths baut seine Wertschöpfungskette konsequent aus. Mit einem neuen Partnerschaftsabkommen in Vietnam will der australische Seltene-Erden-Produzent künftig nicht mehr nur Oxide liefern, sondern direkt in die Metallverarbeitung einsteigen — ein Schritt, der die globale Lieferkette für Permanentmagnete außerhalb Chinas stärken soll.
Das Abkommen im Detail
Am 26. März unterzeichnete Lynas ein Rahmenabkommen mit LS Eco Energy, einer Tochtergesellschaft des südkoreanischen Konzerns LS Cable & System. Gemeinsam wollen beide Unternehmen in Ho-Chi-Minh-Stadt eine Anlage zur Produktion von Seltene-Erden-Metallen errichten. LS Eco Energy investiert dafür rund 20 Millionen US-Dollar und plant, die Produktion noch im vierten Quartal dieses Jahres aufzunehmen.
Das Ziel ist ehrgeizig: Die Anlage soll jährlich rund 2.500 Tonnen Seltene-Erden-Metalle produzieren — darunter Samarium für Luft- und Raumfahrt sowie Neodym-Praseodym (NdPr) für Elektrofahrzeuge und Robotik. Das reicht rechnerisch für mehr als 10.000 Tonnen Permanentmagnete pro Jahr. Gestartet wird zunächst mit Samarium, bevor die Anlage auf NdPr sowie die schwereren Elemente Dysprosium und Terbium ausgeweitet wird.
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Gegenseitige Kapitalbeteiligung als Vertrauensbeweis
Die Partnerschaft geht über ein reines Lieferabkommen hinaus. Beide Unternehmen haben sich verpflichtet, jeweils rund 30 Millionen australische Dollar in Wandelinstrumente des anderen zu investieren. Diese gegenseitige Kapitalbeteiligung unterstreicht den langfristigen Charakter der Zusammenarbeit.
Zudem ist das Abkommen mit dem US-amerikanischen Permanentmagnet-Geschäft von LS Cable & System verknüpft. Der Konzern arbeitet seit Dezember letzten Jahres mit dem US-Bundesstaat Virginia an einer dortigen Magnetfabrik — womit Lynas indirekt Zugang zur amerikanischen Verteidigungs- und Industrielieferkette erhält.
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Einbettung in die „Towards 2030″-Strategie
Das Vietnam-Abkommen ist kein Einzelereignis. Bereits Anfang März hatte Lynas mit Japan Australia Rare Earths ein Memorandum of Understanding zur Zusammenarbeit entlang der Seltene-Erden-Wertschöpfungskette unterzeichnet. Innerhalb eines einzigen Monats hat das Unternehmen damit gleich zwei bedeutende Downstream-Partnerschaften besiegelt.
CEO Amanda Lacaze betonte, dass der Zugang zur Metallverarbeitung entscheidend für den Aufbau einer robusten Seltene-Erden-Industrie außerhalb Chinas sei. Peking dominiert seit Jahren die globale Verarbeitung dieser Rohstoffe — und seine jüngsten Exportbeschränkungen als Reaktion auf US-Zölle haben den Druck auf westliche Länder erhöht, alternative Lieferketten aufzubauen.
Die Lynas-Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten stark zugelegt und notiert aktuell rund 38 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Mit dem Vietnam-Abkommen setzt das Unternehmen nun einen konkreten operativen Schritt, der die strategische Neuausrichtung mit Leben füllt.
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