Seltene Erden abbauen und trennen kann Lynas bereits. Was bislang fehlte: die Veredelung zu Metallen — jener Schritt, der westliche Lieferketten bisher von China abhängig hält. Mit einem neuen Partnerschaftsabkommen schließt der australische Konzern genau diese Lücke.
Vietnam als nächste Ausbaustufe
Am 26. März unterzeichnete Lynas eine Rahmenvereinbarung mit dem südkoreanischen Unternehmen LS Eco Energy, um gemeinsam eine Anlage zur Produktion von Seltenerdmetallen in Vietnam zu entwickeln. Das Konzept ist klar: LS Eco Energy bezieht Seltenerdoxide von Lynas, verarbeitet sie in Vietnam zu Metallen und stellt daraus in Virginia Permanentmagnete her. Das Ergebnis wäre eine integrierte Lieferkette ohne chinesische Beteiligung — von Australien über Malaysia und Vietnam bis in die USA.
Lynas-CEO Amanda Lacaze betonte, dass ein gesicherter Zugang zur Metallisierung entscheidend für eine robuste Seltenerdbranche sei. Tatsächlich gilt fehlende Metallisierungskapazität außerhalb Chinas seit Jahren als strukturelles Hindernis für alternative Lieferketten.
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Die erste Produktionsstufe soll sich auf Samarium konzentrieren, das in Samarium-Kobalt-Magneten verwendet wird. Diese behalten ihre magnetischen Eigenschaften bei höheren Temperaturen und unter anspruchsvolleren Bedingungen als herkömmliche Neodym-Eisen-Bor-Magnete — ein Vorteil besonders in der Luft- und Raumfahrt sowie der Automobilindustrie. LS Eco Energy plant, den Betrieb im vierten Quartal dieses Jahres aufzunehmen.
Gegenseitige Investition und strategischer Kontext
Finanziell untermauern beide Unternehmen die Partnerschaft: Lynas und LS Eco Energy wollen jeweils rund 30 Millionen australische Dollar in Wandelinstrumente des jeweils anderen investieren. LS Eco Energy, eine Tochter des Kabelkonzerns LS Cable & System, plant dabei, bestehende Fabrikstandorte in Vietnam und den USA zu nutzen, um Kosten zu senken.
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Das Abkommen reiht sich in eine Serie strategischer Schritte ein, die Lynas zuletzt vollzogen hat. Anfang des Monats hatte das US-Verteidigungsministerium seinen Liefervertrag mit Lynas um einen Mindestpreis von 110 US-Dollar pro Kilogramm für NdPr-Oxid ergänzt. Japan Australia Rare Earths (JARE) vereinbarte denselben Preisboden und verpflichtete sich, mindestens die Hälfte aller schweren Seltenerden aus der malaysischen Anlage abzunehmen.
Geopolitik als Rückenwind
Chinas Exportbeschränkungen als Reaktion auf die US-Zölle unter Präsident Trump haben den Druck auf westliche Abnehmer erhöht, Alternativen zu entwickeln. LS Eco Energy-CEO Lee Sang-ho brachte es gegenüber Reuters auf den Punkt: Kunden aus der Automobilindustrie und anderen Sektoren versuchten aktiv, Lieferketten außerhalb Chinas aufzubauen.
Lynas positioniert sich mit diesem Schritt als zentraler Knotenpunkt einer solchen Alternative. Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 66 Prozent zugelegt — und notiert damit deutlich über ihren gleitenden Durchschnittswerten der vergangenen 50, 100 und 200 Tage.
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