Magna International zieht die Reißleine in Unterfranken. Bis Mitte 2027 schließt der Automobilzulieferer sein Werk in Dorfprozelten. Etwa 216 Beschäftigte sind von dieser Entscheidung betroffen.
Die IG Metall reagiert empört. Sie wirft dem kanadischen Konzern einen klaren Bruch früherer Zusagen vor. Eigentlich sollte die Produktion am Standort bis mindestens Ende 2028 laufen.
Vorwürfe wegen Fördergeldern
Die Kritik wiegt schwer. Das Management scheiterte offenbar daran, neue Spiegel-Technologien zur Serienreife zu führen. Dabei flossen für dieses Projekt sogar Fördergelder vom Freistaat Bayern.
Magna begründet den vorzeitigen Ausstieg mit dem schwierigen Marktumfeld. Es fehlen schlicht neue Aufträge für das Werk. Das Volumen der bestehenden Produktion sinkt kontinuierlich.
Wirtschaftlich lieferte der Konzern zuletzt dennoch starke Zahlen. Der Umsatz stieg im ersten Quartal auf 10,4 Milliarden Dollar. Das bereinigte EBIT sprang parallel dazu auf 558 Millionen Dollar.
Starkes Jahr an der Börse
Anleger profitierten von dieser operativen Stärke. Die Aktie verzeichnet auf Jahressicht ein Plus von fast 55 Prozent. Mit einem Kurs von 56,02 Euro notiert das Papier knapp über dem 50-Tage-Durchschnitt.
Der Gegenwind aus Nordamerika nimmt allerdings zu. Die US-Regierung verweigert die langfristige Verlängerung des CUSMA-Handelspakts. Hinzu kommen Importzölle von 25 Prozent auf Fahrzeugteile.
Ende Juli stehen die Ergebnisse für das zweite Quartal an. Der Markt fokussiert sich dann auf das Ziel für den Jahresgewinn. Die Spanne liegt bei 6,25 bis 7,25 Dollar je Aktie.
Magna-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Magna-Analyse vom 15. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Magna-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Magna-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Magna: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


