Innerhalb von 24 Stunden erlebte die Marinomed-Aktie einen Absturz auf ein neues Jahrestief und eine zweistellige Erholung. Diese extremen Ausschläge spiegeln die Nervosität am Markt wider, während das Wiener Unternehmen mitten in einem tiefgreifenden Umbau steckt.
Am Dienstag markierte das Papier bei 9,50 Euro einen neuen Tiefpunkt. Das Handelsvolumen lag dabei massiv über dem Normalwert. Am Mittwoch folgte eine Gegenbewegung um knapp 13 Prozent auf 10,70 Euro.
Aktuell notiert die Aktie bei 10,80 Euro. Trotz der jüngsten Erholung bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Minus von fast 44 Prozent tiefrot.
Kapitalbedarf und strategischer Schwenk
Die Volatilität trifft auf eine angespannte Finanzlage. Im April sammelte Marinomed brutto rund 2,2 Millionen Euro über eine Kapitalerhöhung ein. Das Geld wird dringend benötigt, da kurzfristig Rückzahlungen an Gläubiger in Höhe von 1,32 Millionen Euro anstehen.
Parallel dazu vollzieht der Vorstand den strategischen Wandel. Nach dem Verkauf des Carragelose-Geschäfts liegt der Fokus nun auf der Marinosolv-Technologieplattform. Diese soll Apotheken dabei unterstützen, schwerlösliche Wirkstoffe besser zu verarbeiten. Das Ziel sind stabilere Service-Einnahmen, um die Abhängigkeit von großen Meilensteinzahlungen zu verringern.
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Operative Herausforderungen bleiben
Bisher kaschieren Einmaleffekte aus Verkäufen und Restrukturierungsgewinne die operative Schwäche des Biotechs. Die nachhaltige Profitabilität hängt nun an der Entwicklung der Pipeline. Dazu zählt etwa das Projekt Tacrosolv gegen entzündliche Augenerkrankungen, das sich derzeit in einer Phase-II-Studie befindet.
Das Management hofft zudem auf Earn-out-Zahlungen von bis zu 10 Millionen Euro. Der genaue Zeitpunkt dieser Zuflüsse bleibt jedoch ungewiss.
Die Aktie handelt derzeit deutlich unter dem Niveau der jüngsten Kapitalerhöhung von 14 Euro. Im Mai steht die Begleichung der fälligen Millionenforderungen der Gläubiger im Fokus.
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