Die Rekordjagd von Marvell Technology hat ein jähes Ende gefunden. Am Freitag brach der Kurs um mehr als 15 Prozent auf 230,55 Euro ein. Ein heftiger Rückschlag für ein Papier, das in diesem Jahr bereits seinen Wert verdreifacht hat.
Index-Aufstieg und Gewinnmitnahmen
Trotz des jüngsten Kursrutsches steht auf Wochensicht noch immer ein Plus von gut 31 Prozent auf der Anzeigetafel. Treiber für diese Aufwärtsbewegung war die Ankündigung, dass der Chipentwickler am 22. Juni in den S&P 500 aufsteigt. Solche Nachrichten locken oft spekulatives Kapital an. Die extrem hohe Schwankungsbreite der Papiere unterstreicht die aktuelle Nervosität im Handel.
Gefährliche Flughöhe
Technisch gesehen befand sich die Aktie in einem unhaltbaren Steilflug. Vor dem Abverkauf markierte der Kurs am 3. Juni ein neues Jahreshoch bei rund 290 Euro. Zu diesem Zeitpunkt notierte das Papier extrem weit über seinen historischen Durchschnittswerten.
Der Abstand zum langfristigen gleitenden Durchschnitt betrug zuletzt fast 160 Prozent. Auch die 50-Tage-Linie verläuft mit 142,09 Euro tief unter dem aktuellen Niveau. Marktbeobachter werten solche massiven Lücken oft als Signal für eine unausweichliche Korrektur.
Analysten sehen die aktuelle Bewertung zunehmend skeptisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 202,32 Euro und damit spürbar unter dem Freitagsschlusskurs. Um einen tieferen Fall abzuwenden, muss die Aktie nun die psychologisch wichtige Marke von 200 Euro verteidigen. Spätestens mit der tatsächlichen Index-Aufnahme Ende Juni folgen die nächsten starken Impulse.
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