Die Mastercard-Aktie gerät unter Druck. Grund ist ein überraschender Vorstoß von US-Präsident Trump, der am Freitag auf Truth Social eine Zinsobergrenze von 10% für Kreditkarten forderte. Aktuell liegt der Durchschnittszins laut Federal Reserve bei rund 20% – Trump will die Rate für ein Jahr halbieren. Doch wie realistisch ist das Szenario überhaupt?
Banken vor dem Kollaps?
Analysten von Evercore winken ab. Eine solche Deckelung würde „die Eigenkapitalrendite der Kreditprogramme praktisch eliminieren“, warnen sie. Banken könnten ihre Angebote massiv zurückfahren oder ganz einstellen. Das Problem: Der Vorstoß bräuchte wohl ein Gesetz – und das gilt als „höchst unwahrscheinlich“. Der National Bank Act erlaubt Kreditkartenunternehmen, die Höchstzinssätze der jeweiligen Bundesstaaten zu nutzen. Trump könnte höchstens Druck auf freiwillige Zinssenkungen machen, erwarten die Analysten. Widerstand wäre programmiert.
Mizuho Securities sieht dagegen durchaus Bewegung im Markt. Sollten Banken tatsächlich das Kreditangebot einschränken, würden vor allem Kunden mit niedrigeren FICO-Scores unter 745 abgewiesen – das betrifft über 50% der US-Verbraucher. Diese Lücke könnten Fintech-Anbieter wie Affirm, Upstart oder PayPal füllen. Der US-Kreditkartenmarkt hat ein Volumen von 1,2 Billionen Dollar.
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Mastercard nur indirekt betroffen?
Für Mastercard selbst wäre der direkte Effekt begrenzt. US-Kreditkarten machen etwa 18% des Zahlungsvolumens aus. Evercore beruhigt: Beide Netzwerke – Visa wie Mastercard – hätten „materielle operative Hebel bei Preisgestaltung und Betriebskosten“, die sie bei Bedarf ziehen könnten. Jede negative Kursreaktion dürfte daher temporär bleiben.
Parallel dazu setzt Mastercard auf Expansion. Am 11. Januar 2026 gab das Unternehmen eine Kooperation mit der KI-Plattform Obol bekannt. Ab Februar 2026 startet Obol in Australien – unterstützt von Mastercards Open-Banking-Infrastruktur. Die Plattform bietet Unternehmen KI-gestütztes Cashflow-Management und nutzt dafür Mastercards sichere Verbindungen zu Finanzdaten. Nach Erfolgen in den USA mit Kunden wie Quizlet und Maxio soll nun der australische Markt erschlossen werden.
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Dividende steigt um 14%
Operativ läuft es bei Mastercard rund. Im dritten Quartal 2025 übertraf der Konzern die Erwartungen mit einem Gewinn je Aktie von 4,38 Dollar (erwartet: 4,32 Dollar) und Umsätzen von 8,6 Milliarden Dollar (erwartet: 8,54 Milliarden Dollar). Der Verwaltungsrat erhöhte die Quartalsdividende um 14% auf 87 Cent je Aktie und genehmigte ein Aktienrückkaufprogramm über 14 Milliarden Dollar. Tigress Financial Partners hob das Kursziel auf 730 Dollar an und bekräftigte die „Strong Buy“-Empfehlung. Morgan Stanley sieht Mastercard als Top-Profiteur künftiger Trends bei sicherheitsfokussierten Investments und grenzüberschreitendem E-Commerce.
Die Zinsdebatte dürfte dennoch kurzfristig für Volatilität sorgen. Ob Trumps Forderung politische Realität wird, bleibt fraglich.
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