Taiwans Halbleiterkonzern MediaTek setzt auf Künstliche Intelligenz – und das offenbar mit Erfolg. Das Unternehmen profitiert von der globalen Neuordnung der Lieferketten und gilt laut Analysten als einer der führenden Schwellenländer-Exporteure im KI-Infrastruktur-Bereich.

Der Chip-Spezialist steht im Zentrum wichtiger Trends: KI-Prozessoren, ASICs für Rechenzentren und Automobilelektronik. Besonders die Verlagerung von Produktionsstätten nach Taiwan spielt MediaTek in die Karten. Hinzu kommen Partnerschaften bei KI-PCs und Edge-Geräten. Sie eröffnen dem Unternehmen Zugang zur boomenden Nachfrage nach KI-Hardware.

Kostensteigerungen und Marktentwicklung

MediaTek hat zuletzt Preisanpassungen vorgenommen – Grund sind steigende Kosten. Das bestätigen Berichte vom 23. Juni. Am selben Tag nahm der Konzern an einer Investorenkonferenz von J.P. Morgan Securities teil.

Die Aktie notierte am Donnerstag bei 4.310,00 TWD. Seit Jahresbeginn liegt das Papier mit einem Plus von 164,63 Prozent. Zuletzt korrigierte der Kurs jedoch deutlich: in den letzten sieben Tagen um 11,39 Prozent, über 30 Tage um 16,16 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 4.970,00 TWD ist damit 21,73 Prozent entfernt.

Der RSI von 45,0 signalisiert eine neutrale Verfassung. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei 86,75 Prozent – ein Hinweis auf hohe Kursschwankungen.

Bewertungsfragen bleiben

Trotz der starken Wachstumsperspektiven im KI-Segment zeigt die Aktie eine hohe Bewertung. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt laut Berichten auf hohem Niveau. Zudem belasten hohe Forschungsausgaben, Währungsrisiken und der Wettbewerb im Smartphone-Markt. Die anhaltende Kapazitätsunterstützung großer Foundries bleibt ein wichtiger Faktor für die künftige Ertragskraft.