Der lateinamerikanische E-Commerce-Riese MercadoLibre wächst rasant, stößt an der Börse aber auf Skepsis. Das Management nimmt bewusst kurzfristige Einbußen bei der Profitabilität in Kauf, um das eigene Ökosystem massiv auszubauen. Während der Umsatz in die Höhe schnellt, sorgen die hohen Investitionskosten für Zurückhaltung bei den Anlegern.
Milliarden für das Ökosystem
Im jüngsten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzsprung von 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieser Erfolg hat allerdings seinen Preis. Die operativen Margen sind gesunken, da MercadoLibre aggressiv in seine Infrastruktur reinvestiert. Im Fokus stehen dabei der Ausbau des Logistiknetzes, erweiterte Programme für kostenlosen Versand sowie das eigene Direktverkaufsmodell.
Diese Maßnahmen verfolgen ein klares Ziel. Das vernetzte Handels- und Fintech-Ökosystem soll so robust werden, dass es für Konkurrenten in Lateinamerika kaum noch kopierbar ist. Die Führungsebene priorisiert damit eindeutig die langfristige Marktstellung gegenüber der sofortigen Gewinnmaximierung.
Kreditgeschäft als Wachstumstreiber
Besonders das Fintech-Segment liefert starke Argumente für diesen expansiven Kurs. Das Kreditportfolio wuchs im Jahresvergleich um 90 Prozent auf 12,5 Milliarden US-Dollar an. Gleichzeitig legte das gesamte Zahlungsvolumen um rund 40 Prozent zu.
Am Aktienmarkt überwiegt derzeit trotzdem die Vorsicht bezüglich der gestiegenen Ausgaben. Mit einem Schlusskurs von 1.407,00 Euro am Montag notiert das Papier nur noch hauchdünne 1,25 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn steht mittlerweile ein Minus von über 16 Prozent auf der Anzeigetafel.
Einige institutionelle Investoren nutzen diese Bewertungsabschläge bereits für Einstiege. So stockte beispielsweise Donaldson Capital Management seine Position im vierten Quartal um 1.229 Aktien auf. Das Management von MercadoLibre konzentriert sich nun darauf, die Effizienz des integrierten Modells weiter zu steigern und die Expansion in neue regionale Gebiete voranzutreiben.
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