Ein Minus von rund 21 Prozent seit Jahresbeginn — Mercedes-Benz kämpft mit einem Absatzeinbruch, der das Herzstück der Konzernstrategie trifft. Ausgerechnet in China, dem wichtigsten Markt für hochmargige Modelle, bricht das Geschäft weg.
27 Prozent weniger Absatz in China
Im ersten Quartal 2026 fiel der Absatz in China um rund 27 Prozent. Das trifft den Konzern hart. S-Klasse und Mercedes-Maybach leben von genau diesem Markt — hohe Stückzahlen, hohe Margen. Europa und die USA legten zuletzt leicht zu, konnten die Lücke aber nicht schließen.
Das Ergebnis: Der Konzernumsatz lag im ersten Quartal bei rund 31,6 Milliarden Euro — spürbar unter dem Vorjahreswert. Die Marge bei Mercedes-Benz Cars fiel auf rund 4,1 Prozent. Das ist weit entfernt von den mittelfristigen Zielen des Unternehmens.
Sparprogramm läuft, Wirkung bleibt aus
Das Management hat Ende 2025 ein Effizienzprogramm gestartet. Operative Kosten sollen sinken, die Profitabilität gestützt werden. An der Börse zeigt das bislang wenig Wirkung. Mit 48,92 Euro notiert die Aktie rund 11,6 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Das 52-Wochen-Tief von 46,90 Euro liegt nur noch gut vier Prozent entfernt.
UBS beließ die Aktie zuletzt auf „Neutral“ mit einem Kursziel von 57,00 Euro. Die Analysten nannten die schwache Margenentwicklung und die laufenden Investitionen in die Elektrifizierung als Hauptgründe für ihre Zurückhaltung.
Dividende als Anker
Auf der letzten Hauptversammlung beschloss Mercedes-Benz eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025. Bei einem Kurs von knapp 49 Euro ergibt das eine Rendite von über sieben Prozent — für viele Anleger der einzige Grund, die Aktie zu halten.
Den Kursverfall seit Januar gleicht das nicht aus. Entscheidend wird sein, ob der elektrische CLA und neue GLC-Varianten den Absatz in Europa stabilisieren können. Und ob China im zweiten Halbjahr dreht — oder weiter fällt.
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