Während der europäische Automarkt 2025 lediglich um 1,8 Prozent auf 10,8 Millionen Neuzulassungen zulegte, konnte Mercedes-Benz seinen Absatz um magere 1,5 Prozent auf 568.764 Fahrzeuge steigern. Das ist deutlich weniger als die Konkurrenz: VW wuchs um 5,5 Prozent, BMW sogar um 6,4 Prozent.
Die deutschen Premiumhersteller profitierten insgesamt vom schwachen europäischen Markt und bauten ihre Dominanz aus. Gemeinsam erreichten VW, BMW und Mercedes einen Marktanteil von 39,9 Prozent – 1,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Doch Mercedes hinkte dabei klar hinterher und hielt lediglich sein Niveau.
Dramatische Verschiebung bei Antriebsarten
Der europäische Markt erlebt einen fundamentalen Wandel: Reine Verbrenner stürzten von 43,5 Prozent auf nur noch 35,5 Prozent ab. E-Autos legten von 13,6 auf 17,4 Prozent zu, besonders stark in Deutschland mit einem Sprung um 43 Prozent. Hybride übernahmen mit 34,5 Prozent erstmals die Spitzenposition.
Für Mercedes bedeutet diese Verschiebung eine doppelte Herausforderung: Das lukrative Premiumsegment mit Verbrennern schrumpft rasant, während im E-Auto-Bereich neue Wettbewerber massiv Druck aufbauen.
Chinesische Rivalen auf dem Vormarsch
Besonders beunruhigend: BYD verdreifachte seinen EU-Absatz auf 128.827 Fahrzeuge und SAIC steigerte sich um ein Drittel. Auch wenn beide noch auf niedrigem Niveau agieren (BYD 1,2 Prozent Marktanteil, SAIC 1,9 Prozent), zeigt die Dynamik die Richtung.
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Tesla dagegen brach dramatisch ein – minus 38 Prozent auf nur noch 150.504 Zulassungen. Der Marktanteil des E-Auto-Pioniers schmolz von 2,3 auf 1,4 Prozent. Das zeigt: Auch etablierte E-Marken sind nicht vor Absatzeinbrüchen gefeit.
Verhaltene Aussichten für 2026
Die Rahmenbedingungen bleiben schwierig. Konjunkturschwäche, Arbeitsplatzsorgen und hohe Neuwagenpreise bremsen die Kauflust. EY-Experte Constantin M. Gall erwartet für 2026 nur eine geringfügige Erholung: „Es geht nur im Schneckentempo aufwärts.“
Für Mercedes bedeutet das: In einem stagnierendem Markt mit sinkendem Premiumsegment und aggressiven chinesischen Wettbewerbern wird jeder Prozentpunkt Marktanteil zum Kampf. Das schwächste Wachstum unter den deutschen Premiumherstellern ist dabei kein ermutigendes Signal.
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