Starke Nachfrage in Europa, ein dramatischer Einbruch in Fernost. Bei Mercedes-Benz klaffen Realität und Anspruch im ersten Quartal weit auseinander. Während das US-Geschäft wächst, bricht der wichtigste Einzelmarkt weg. Das hinterlässt tiefe Spuren im Chartbild.
China stürzt ab, Elektro wächst
Die globalen Pkw-Auslieferungen fielen im ersten Quartal um sechs Prozent auf knapp 420.000 Fahrzeuge. Der Hauptgrund liegt in China. Dort stürzte der Absatz um 27 Prozent ab. Lokale Hersteller drängen die Stuttgarter bei Software und Elektroantrieben massiv in die Defensive.
Ein Lichtblick bleibt. Der US-Markt erwies sich mit einem Verkaufsplus von 20 Prozent als erstaunlich robust. Parallel dazu liefert das Elektrosegment starke Signale. Der Absatz batterieelektrischer Fahrzeuge kletterte konzernweit um elf Prozent.
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Besonders der neue vollelektrische CLA sorgt in Europa für volle Auftragsbücher. Das Werk in Rastatt produziert aktuell im Dreischichtbetrieb unter Volllast. Auch die elektrischen Vans verzeichnen ein kräftiges Plus von knapp einem Drittel.
Gekappte Dividende trifft auf schwachen Kurs
Diese operative Spaltung spiegelt sich in der Ausschüttung wider. Aktionäre erhalten für das abgelaufene Jahr eine gekappte Dividende von 3,50 Euro je Aktie. Im Vorjahr flossen noch 4,30 Euro. Dennoch schüttet der Konzern insgesamt rund 3,3 Milliarden Euro an seine Anteilseigner aus.
Um den Kurs zu stützen, kauft das Management weiter eigene Papiere zurück. Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm läuft bis November 2026. Bisher erwarb der Konzern in diesem Jahr etwa acht Millionen Aktien.
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An der Börse dominiert indes die Skepsis. Mit einem Schlusskurs von 52,15 Euro am Freitag notiert das Papier deutlich unter der 200-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 15 Prozent. Ein RSI-Wert von 28,5 signalisiert mittlerweile eine stark überverkaufte Situation.
Sparkurs vor dem Quartalsbericht
Der Vorstand steuert nun mit einem harten Sparkurs gegen. Ein umfassendes Programm soll noch in diesem Jahr Einsparungen von über 3,5 Milliarden Euro bringen. Für das Gesamtjahr peilt das Management eine bereinigte Umsatzrendite im Autogeschäft von drei bis fünf Prozent an.
Am 29. April muss der Konzern beim Quartalsbericht Farbe bekennen. An diesem Tag entscheidet sich, ob die operative Schwäche in China bereits vollständig im Kurs eingepreist ist. Gelingt es Mercedes-Benz, die Profitabilität im Luxussegment trotz des Gegenwinds zu halten, bietet das aktuelle Kursniveau eine charttechnische Erholungschance.
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