Mercedes-Benz kämpft derzeit an mehreren Fronten. Der China-Absatz bricht ein, die IT-Chefin verlässt den Konzern, und intern droht Streit um die Arbeitszeit. Die Aktie spiegelt diese Unsicherheit deutlich wider.
Am Freitag schloss der Titel bei 44,15 Euro. Das liegt nur 3,54 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 42,64 Euro, das erst Ende Juni markiert wurde.
Der RSI-Wert von 39,5 signalisiert eine leicht überverkaufte Aktie. Der Kurs notiert damit klar unter allen wichtigen gleitenden Durchschnitten.
Seit Jahresbeginn hat der Kurs 28,39 Prozent verloren. Vom Rekordhoch bei 62,30 Euro aus dem Dezember trennen die Aktie mittlerweile 29,13 Prozent.
Neue Struktur bei den Anleihen
Der Konzern hat am 9. Juli 2026 eine Änderung seiner Finanzierungsstruktur bekannt gegeben. Ab Mitte Juli übernimmt die Tochtergesellschaft Mercedes-Benz International Finance B.V. die Rolle der Emittentin für mehrere Anleiheserien.
Die Mutterfirma bleibt dabei nicht aus der Pflicht. Sie garantiert weiterhin unbedingt und unwiderruflich für sämtliche Zahlungsverpflichtungen der Anleihen. Der Konzern will damit seine Finanzarchitektur ordnen und Verantwortlichkeiten innerhalb der Gruppe klarer verteilen.
Absatz sinkt, China bricht deutlich ein
Im zweiten Quartal 2026 legte der weltweite Absatz vollelektrischer Fahrzeuge kräftig zu. Mercedes-Benz verkaufte rund 63.000 BEV-Modelle, ein Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Der Gesamtabsatz von Pkw und Vans zeigt jedoch die andere Seite. Er sank um sechs Prozent im Jahresvergleich.
Hauptgrund ist der chinesische Markt. Dort brachen die Verkaufszahlen um 30 Prozent ein. Nordamerika und Europa entwickelten sich dagegen positiv und wuchsen im gleichen Zeitraum.
Personalwechsel und Streit um Arbeitszeit
Auch auf der Führungsebene gibt es Bewegung. CIO Katrin Lehmann verlässt das Unternehmen zum 1. September 2026 auf eigenen Wunsch. Einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin hat Mercedes-Benz bislang nicht benannt.
Intern zeichnet sich zudem ein Konflikt um die Arbeitszeit ab. Medienberichten zufolge diskutiert der Konzern über eine Rückkehr zur 40-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich. Die Belegschaft arbeitet aktuell 35 Stunden pro Woche und lehnt die Pläne ab.
Am 14. Juli hält Mercedes-Benz einen Pre-Close Call für Analysten und Investoren ab. Dabei sollen die wichtigsten Entwicklungen des zweiten Quartals zusammengefasst werden. Die vollständigen Quartalszahlen folgen Ende Juli.
Mercedes-Benz-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Mercedes-Benz-Analyse vom 11. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Mercedes-Benz-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Mercedes-Benz-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Mercedes-Benz: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

