Der weltweite Ausverkauf bei KI- und Halbleiteraktien belastete am Freitag auch den deutschen Aktienmarkt. Mercedes-Benz gehörte dabei zu den DAX-Verlierern: Die Aktie fiel um 3,3%. dpa-AFX beschrieb das schwache Marktumfeld als Belastungsfaktor, ohne einen ausschließlich Mercedes-spezifischen Kurstreiber festzustellen.
Auch AP führte den breiten Rückgang europäischer Aktien unter anderem auf den weltweiten Ausverkauf von KI-Aktien zurück. Damit stand die Bewegung bei Mercedes-Benz in einem schwachen Börsenumfeld; ein unmittelbarer Zusammenhang mit einer einzelnen Unternehmensmeldung ist daraus nicht abzuleiten.
Rückkäufe und niedrigere Bewertungsmarken
Mercedes-Benz kaufte Ende Oktober insgesamt rund 905.000 eigene Aktien für rund 36,7 Millionen € zurück. Die Transaktionen erfolgten im Zeitraum vom 26. bis 30. Oktober.
Die DZ Bank senkte am 30. Oktober den fairen Aktienwert von 55 auf 48 Euro und beließ die Einstufung auf „Kaufen“. Analyst Michael Punzet verwies auf die anhaltende China-Schwäche, die das Pkw-Geschäft belastete und zur Prognosesenkung führte.
Bereits am 29. Oktober hatte Citigroup Medienberichten zufolge das Kursziel von 42 auf 40 Euro gesenkt. Die Einstufung blieb auf „Neutral“. Damit hielten beide Häuser trotz niedrigerer Bewertungsmarken an ihren jeweiligen Empfehlungen fest.
China und Kosten belasten die Planung
Für Mercedes-Benz Cars erwartet das Unternehmen für 2026 eine bereinigte Umsatzrendite von 2 bis 3 %. Als Gründe für die gesenkte Jahresprognose nannte Mercedes-Benz ein schwierigeres Marktumfeld in China sowie höhere Kosten für Rohstoffe und Produktzyklusmaßnahmen im vierten Quartal.
Der nächste konkret angekündigte Termin ist das „Sustainability Update 2026“ am 10. November 2026. Laut Unternehmenskalender findet die Veranstaltung von 11:30 bis 13:00 Uhr MEZ statt.
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