Mercedes-Benz Aktie: Dividende gekürzt!

Mercedes-Benz kürzt die Dividende und meldet starke regionale Unterschiede im Absatz. Während China einbricht, wachsen die USA und Europa, und das Elektrogeschäft gewinnt an Fahrt.

Mercedes-Benz Aktie
Kurz & knapp:
  • Dividende sinkt von 4,30 auf 3,50 Euro
  • Absatz in China bricht um 27 Prozent ein
  • Elektroauto-Auslieferungen steigen um 11 Prozent
  • Aktienrückkäufe von bis zu 1,7 Milliarden Euro

Wenige Tage vor der Hauptversammlung am 16. April liefert Mercedes-Benz ein klassisches Bild aus Licht und Schatten. Die Absatzzahlen für das erste Quartal zeigen extreme Gegensätze — und die Dividendenkürzung dürfte auf der Agenda der Aktionäre für Gesprächsstoff sorgen.

Zwei Märkte, zwei Realitäten

Die weltweiten Pkw-Auslieferungen sanken im ersten Quartal um 6 Prozent auf 419.400 Fahrzeuge. Hinter dieser Zahl verbirgt sich eine dramatische Zweiteilung: In China brachen die Lieferungen um 27 Prozent ein — nach einem bereits schwachen Minus von 19 Prozent im Vorquartal. Das Unternehmen erklärt den Rückgang mit einer aktiven Vertriebssteuerung und dem Auslaufen mehrerer Modelle vor anstehenden Generationswechseln. 2026 sei für China ein Übergangsjahr.

Auf der anderen Seite des Spektrums steht ein Plus von 20 Prozent in den USA, dazu 7 Prozent Wachstum in Europa. Rechnet man China heraus, legte der weltweite Absatz gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent zu.

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Elektro-Schwung durch den neuen CLA

Klarer Lichtblick ist das Elektrosegment. Batterieelektrische Fahrzeuge legten konzernweit um 11 Prozent auf 50.400 Einheiten zu. In Europa wuchs das BEV-Geschäft sogar um 34 Prozent — getrieben vom neuen CLA, dessen Nachfrage die Produktionskapazitäten übersteigt. Das Werk in Rastatt läuft deshalb im Drei-Schicht-Betrieb. Der neue vollelektrische GLC wurde in den ersten drei Monaten häufiger vorbestellt als jedes andere Elektromodell in der Unternehmensgeschichte.

Hauptversammlung: Kürzere Dividende, laufende Rückkäufe

Auf der virtuellen Hauptversammlung am 16. April stimmen die Aktionäre über eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie ab — nach 4,30 Euro im Vorjahr. Der Ex-Dividende-Termin folgt am 17. April, die Auszahlung am 21. April. Parallel läuft ein Aktienrückkaufprogramm mit einem verbleibenden Volumen von bis zu 1,7 Milliarden Euro.

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Für 2026 hat das Management die Margenziele auf drei bis fünf Prozent EBIT-Marge für die Pkw-Sparte abgesenkt — zweistellige Werte im Pkw-Segment sind erst für 2027 vorgesehen. Ein Kostensparprogramm soll im laufenden Jahr mehr als 3,5 Milliarden Euro einsparen, begleitet von der geplanten Schließung des Werks im mexikanischen Aguascalientes bis Mai, was die Kapazität um rund 100.000 Einheiten reduziert.

Den ersten echten Stresstest für Kostenprogramm und China-Strategie liefert der Q1-Zwischenbericht am 29. April — inklusive Analysten-Konferenz. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob das Elektro-Momentum die anhaltenden Belastungen aus China und dem Nahen Osten tatsächlich ausgleichen kann.

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