Mercedes-Benz Aktie: Herausforderungen bleiben!

Der Stuttgarter Autobauer meldet für 2025 einen drastischen Gewinn- und Umsatzrückgang. Ein Rückruf in den USA und schwache Margenaussichten belasten die Aktie zusätzlich.

Mercedes-Benz Aktie
Kurz & knapp:
  • Gewinn bricht um fast die Hälfte ein
  • Rückruf von 12.000 Elektroautos in den USA
  • Dividende und Mitarbeiterbeteiligung werden gekürzt
  • Margenprognose für 2026 fällt weiter

Mercedes-Benz hat die Erwartungen brutal verfehlt. Der Stuttgarter Autobauer meldete für 2025 einen Gewinneinbruch um 49 Prozent auf nur noch 5,3 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) brach sogar um 57 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro ein, während der Umsatz um rund 9 Prozent auf 132,2 Milliarden Euro zurückging. Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Minus von 1,5 Prozent – und die Aussichten bleiben düster.

China und USA: Doppelschlag trifft Mercedes hart

Zwei Märkte bringen den Konzern in Bedrängnis: In China herrscht brutaler Wettbewerb durch lokale E-Auto-Hersteller, in den USA schlagen Importzölle mit rund einer Milliarde Euro zu Buche. Negative Wechselkurseffekte belasteten zusätzlich. Zwar konnte Mercedes in der Pkw-Sparte Kosten von über 3,5 Milliarden Euro einsparen – doch das reichte bei weitem nicht, um den Margendruck auszugleichen. Die bereinigte Umsatzrendite sackte auf magere 5 Prozent ab.

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Besonders bitter: Für 2026 stellt CEO Ola Källenius Margen zwischen 3 und 5 Prozent in Aussicht. Das ist ein deutlicher Rückschritt gegenüber den bereits schwachen 5 Prozent aus 2025. Die Dividende soll von 4,30 Euro auf 3,50 Euro gekürzt werden. Auch die rund 85.000 Mitarbeiter spüren die Krise: Ihre Erfolgsbeteiligung sinkt voraussichtlich von 5.220 Euro auf 3.139 Euro.

Rückruf in USA verschärft die Lage

Als wäre die Ertragskrise nicht genug, muss Mercedes nun fast 12.000 Elektrofahrzeuge des Typs EQB in den USA zurückrufen. Betroffen sind die Modelle EQB 250+, EQB 300 4Matic und EQB 350 4Matic aus den Baujahren 2022 bis 2024. Grund sind defekte Batterien, die zu Bränden während der Fahrt oder im geparkten Zustand führen können. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ordnete an, dass Besitzer die Fahrzeuge im Freien und mit Abstand zu Gebäuden parken müssen. Zudem sollen die Batterien nur bis maximal 80 Prozent geladen werden, bis der kostenlose Austausch erfolgt ist.

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Der Rückruf kommt zur Unzeit: Während Mercedes versucht, im E-Auto-Segment Boden gutzumachen, untergräbt diese Panne das Vertrauen in die Elektro-Offensive. Gleichzeitig sorgt die neue deutsche E-Auto-Prämie nur für mäßige Impulse. Eine YouGov-Umfrage zeigt, dass 34 Prozent der Deutschen die Förderung gar nicht kennen. Mehr als die Hälfte gab an, dass die Prämie keinen Einfluss auf ihre Kaufentscheidung habe.

Analysten bleiben trotz Tristesse optimistisch

Trotz der ernüchternden Zahlen sehen einige Analysten Lichtblicke. Källenius setzt für 2026 auf Effizienzsteigerungen und neue Modelle, um den Trend zu drehen. Doch die Messlatte liegt nun deutlich niedriger. Bei einer Marge von nur noch 3 bis 5 Prozent bleibt kaum Spielraum für Investitionen oder externe Schocks. Die Frage bleibt: Kann Mercedes den Spagat zwischen Kostensenkung und notwendigen Investitionen in Elektrifizierung und Software meistern – oder droht weiterer Margendruck?

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