Die Mercedes-Benz-Aktie geriet am Montag massiv unter Druck und verlor 2,4 Prozent auf 57,44 Euro. Verantwortlich dafür: US-Präsident Donald Trump schwang erneut die Zoll-Keule – und diesmal trifft es die deutsche Automobilindustrie besonders hart.
Trumps Grönland-Poker wird teuer
Ab dem 1. Februar sollen zusätzliche Zölle von 10 Prozent auf alle Waren aus Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Finnland erhoben werden. Ab Juni steigt der Satz dann auf drastische 25 Prozent. Trumps Begründung? Die Zölle bleiben bestehen, bis eine Einigung über den „vollständigen und umfassenden Kauf Grönlands“ durch die USA erzielt ist.
Analyst Henning Cosman von Barclays sprach von einer „beunruhigenden Rhetorik“ und warnte: „Das diskutierte Ausmaß würde die Margen der europäischen Erstausrüster erheblich belasten.“ Die deutschen Autobauer sieht er am stärksten betroffen. Harald Hendrikse von der Citigroup formulierte es noch drastischer: „Es ist schwer vorstellbar, dass 2026 schlechter hätte beginnen können.“
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Margen von Porsche und VW besonders gefährdet
Die Analysten nennen konkrete Namen: Am härtesten würden die Gewinne von Porsche AG und Volkswagen getroffen, gefolgt von Mercedes-Benz und BMW. Kein Wunder also, dass die gesamte Branche im Sinkflug ist. BMW stürzten um 3,3 Prozent ab, VW verloren 2,8 Prozent, Porsche SE gaben 3,7 Prozent nach. Der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts sackte auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober.
Produktionsstrategie bleibt langfristig
Mitten in diesem Chaos verkündete Mercedes-Chef Ola Källenius eine Verschiebung der US-Produktionspläne. Das SUV-Modell GLC soll nun „etwas später als 2027“ im Werk Tuscaloosa vom Band rollen – ursprünglich war 2026 geplant. Statt der aktuellen Verbrenner-Version will Mercedes erst das Nachfolgermodell in Alabama fertigen.
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Källenius betont, dies sei keine Reaktion auf die Zollpolitik: „Wir treffen Investitionsentscheidungen für Jahrzehnte und nicht als schnelle Reaktionen auf politische Veränderungen.“ Die in den USA abgesetzten Stückzahlen sollen künftig lokal produziert werden, während die deutsche Produktion weiterlaufe. Eine Verlagerung sei das nicht.
Elektro-Offensive läuft weiter
Zeitgleich startete Mercedes in Ungarn die Serienproduktion des vollelektrischen GLB. Das Werk in Kecskemét soll bald bis zu 350.000 Autos pro Jahr ermöglichen. Ungarns Außenminister Péter Szijjártó nahm an der Zeremonie zur Produktionsaufnahme teil.
Doch all diese strategischen Schritte verpuffen angesichts der aktuellen Zollbedrohung. Die Frage bleibt: Werden die Zölle wirklich in Kraft treten oder dienen sie nur als Verhandlungsmasse in Trumps Grönland-Poker? Für Anleger bedeutet das eines – massive Unsicherheit und weiter hohe Volatilität bei den Autowerten.
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