Meta Aktie: Doppelschlag aus Paris und neuen Abo-Plänen

Frankreich beschließt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige, während Meta gleichzeitig kostenpflichtige Abonnements testet. Die Aktie reagierte zunächst verhalten auf diese gegensätzlichen Entwicklungen.

Meta Aktie
Kurz & knapp:
  • Frankreich verabschiedet Social-Media-Verbot für Minderjährige
  • Meta testet Premium-Abonnements für seine Apps
  • Globaler Trend zu strengeren Altersbeschränkungen
  • Aktie zeigt verhalten positive Reaktion

Die Meta-Aktie reagierte am Dienstag verhalten auf gleich zwei Meldungen: Während Frankreichs Nationalversammlung ein weitreichendes Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige beschloss, bestätigte der Konzern zeitgleich Tests für Premium-Abonnements in seinen Diensten. Im vorbörslichen US-Handel legte der Titel um 0,34 Prozent auf 674,67 Dollar zu.

Frankreich zieht die Schraube an

Das Pariser Parlament verabschiedete am Montagabend einen Gesetzesvorschlag, der den Zugang zu sozialen Netzwerken für Minderjährige unter 15 Jahren komplett verbietet. Entscheidend: Die ursprünglich vorgesehene Ausnahmeregelung mit Elternerlaubnis wurde gestrichen. Präsident Emmanuel Macron drängt auf eine schnelle Umsetzung bereits zum 1. September: „Ab dann werden unsere Kinder und Jugendlichen endlich geschützt sein“, kündigte er auf X an.

Welche Plattformen konkret betroffen sind, bleibt offen. Ausgenommen sein sollen lediglich Online-Enzyklopädien, Bildungsverzeichnisse und private Messengerdienste. Der Text muss noch den Senat passieren – und könnte am EU-Recht scheitern, wie bereits bei einem früheren Anlauf vor einigen Jahren.

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Globaler Trend nimmt Fahrt auf

Frankreich reiht sich damit in eine wachsende Bewegung ein: Australien verbietet Social-Media-Konten bereits für unter 16-Jährige. Großbritannien und Dänemark arbeiten an ähnlichen Regelungen mit Altersgrenzen von 16 beziehungsweise 15 Jahren. Auch in Deutschland läuft die Debatte.

Für Meta bedeutet das einen schrittweisen Verlust junger Nutzer in wichtigen Märkten – ausgerechnet in einer Altersgruppe, die für langfristige Kundenbindung entscheidend ist.

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Neue Einnahmequelle im Test

Parallel bestätigte ein Meta-Sprecher gegenüber TechCrunch die Testphase für kostenpflichtige Premium-Abos in Instagram, Facebook und WhatsApp. Zahlende Nutzer sollen exklusive Funktionen und erweiterte KI-Fähigkeiten erhalten. Teil des Angebots wird die KI-Agenten-Suite Manus sein, die Meta im Dezember für rund zwei Milliarden Dollar übernommen hatte.

Die Strategie ist klar: Diversifizierung der Einnahmequellen jenseits des Werbegeschäfts. Ob Nutzer bereit sind, für bisher kostenlose Dienste zu zahlen, bleibt die zentrale Frage.

Regulierung trifft auf Monetarisierung

Der Konzern steht vor einer Gratwanderung: Einerseits droht regulatorischer Gegenwind in Europa und weiteren Märkten, andererseits testet Meta neue Bezahlmodelle. Die vorbörsliche Kursreaktion fiel verhalten positiv aus – Anleger scheinen die Abo-Pläne höher zu bewerten als die Risiken durch Altersbeschränkungen. Noch muss der französische Senat zustimmen, und die Vereinbarkeit mit EU-Recht ist ungeklärt. Das dürfte spannend werden.

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