Die Meta-Aktie steht vor einem Spagat: Während die EU-Kommission am Montag neue Regulierungsvorgaben für WhatsApp verkündete, bekräftigten gleich mehrere Investmentbanken ihre positiven Einschätzungen. Der Titel notiert aktuell bei 658,76 US-Dollar – und die Frage lautet: Überwiegen die regulatorischen Risiken oder die Wachstumschancen?
Brüssel dreht die Regulierungsschraube weiter
Die EU-Kommission hat WhatsApp am 26. Januar 2026 offiziell als „Very Large Online Platform“ (VLOP) im Rahmen des Digital Services Act eingestuft. Konkret betroffen sind die öffentlichen Kanäle der Messenger-App, die nun strengeren Auflagen zur Bekämpfung illegaler Inhalte unterliegen. Meta hat vier Monate Zeit zur Umsetzung.
Private Chats bleiben unberührt – doch die Symbolwirkung ist deutlich. Gegen den Konzern laufen bereits mehrere EU-Verfahren wegen mangelnder Datentransparenz und unzureichendem Umgang mit problematischen Inhalten. Meta-Chef Mark Zuckerberg hatte die EU-Vorschriften zuletzt als „institutionalisierte Zensur“ kritisiert.
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Parallel dazu verschärft sich die Debatte um eine europäische Digitalabgabe: NRW-Medienminister Nathanael Liminski brachte am Wochenende ein konkretes Modell ins Spiel, das sich am deutschen Medienkonzentrationsrecht orientiert. Tech-Riesen sollen künftig proportional zu ihrer Reichweite zur Medienvielfalt beitragen. Droht Meta damit eine zusätzliche finanzielle Belastung?
Analysten sehen das große Bild
BofA Securities hält unbeirrt am Kursziel von 810 US-Dollar fest. Die Bank prognostiziert für das vierte Quartal Erlöse von 59,2 Milliarden US-Dollar – über den Konsenserwartungen von 58,3 Milliarden. Als Treiber nennen die Analysten robuste Makrodaten, Nutzerwachstum und verbesserte KI-gestützte Werbeausrichtung.
Noch optimistischer zeigt sich Rothschild Redburn: Die Bank stufte Meta am Montag von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und hob das Kursziel von 740 auf 900 US-Dollar an. Die Begründung überrascht: Trotz erwarteter Kostensteigerungen auf 158,6 Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2026 (Konsens: 150,5 Milliarden) sieht die Bank erhebliches langfristiges Potenzial. Die massiven KI-Investitionen könnten kurzfristig den Gewinn je Aktie um etwa 2,75 US-Dollar belasten und den Titel in die mittleren 500er drücken – doch bei 650 US-Dollar überwiege das Aufwärtspotenzial klar die Abwärtsrisiken.
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Spannung vor den Quartalszahlen
Am 28. Januar 2026 legt Meta die Zahlen für das vierte Quartal vor. BofA erwartet einen Gewinn je Aktie von 8,27 US-Dollar (Konsens: 8,20 US-Dollar). Für das erste Quartal 2026 rechnet die Bank mit Erlösen von 52,3 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 18 bis 24 Prozent zum Vorjahr.
Entscheidend wird die Kostenguidance: Anleger fürchten seit Monaten steigende Ausgaben für KI-Infrastruktur. Eine Prognose um 30 Prozent Kostenwachstum könnte positiv aufgenommen werden, 35 Prozent oder mehr würden wohl negativ wirken. Die Capex-Erwartungen liegen bei 109 bis 114 Milliarden US-Dollar.
Mit einer Marktkapitalisierung von 1,66 Billionen US-Dollar und einer Bruttomarge von 82 Prozent steht Meta solide da – doch die regulatorischen Wolken aus Europa und die hohen KI-Investitionen bleiben Unsicherheitsfaktoren.
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