Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei Meta klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Social-Media-Konzern meldet einen Gewinnsprung. Zeitgleich schickt ein zweifacher Schock die Aktie zweistellig ins Minus.
Peking stoppt KI-Übernahme
Die chinesische Entwicklungsbehörde NDRC hat Metas KI-Strategie einen schweren Schlag versetzt. Peking wies den Konzern an, die geplante Übernahme des Start-ups Manus rückgängig zu machen. Meta wollte rund zwei Milliarden US-Dollar für den Spezialisten für autonome KI-Agenten zahlen.
Manus hatte seinen Hauptsitz zuvor von China nach Singapur verlegt. Die Behörden werten dies als illegalen Versuch, nationale Investitionsregeln zu umgehen. Analysten sehen darin eine härtere Gangart Pekings. Der Technologietransfer an US-Konzerne soll offenbar strikter unterbunden werden.
Berichten zufolge dürfen wichtige Manus-Mitarbeiter China derzeit nicht verlassen. Das blockiert die von Meta bereits begonnene Integration vollständig.
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Milliarden für neue Server
Parallel dazu verschreckt das Management die eigenen Aktionäre mit massiven Ausgabenplänen. Dabei lief das operative Geschäft im abgelaufenen Quartal glänzend. Der Umsatz stieg um 33 Prozent auf 56,3 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte sogar um 61 Prozent nach oben.
Ein steuerlicher Sondereffekt half beim Ertrag. Die Folge: Investoren blicken besorgt auf die künftigen Ausgaben. Die Sorgen richten sich auf die strategische Ausrichtung des Managements.
Meta hob die geplanten Kapitalinvestitionen für das laufende Jahr drastisch an. Der Konzern plant nun mit Ausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden US-Dollar. Höhere Bauteilpreise und der massive Ausbau von Rechenzentren treiben die Kosten.
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Diese aggressive Investitionsphase drückt auf die künftigen Cashflows. Die US-Bank JPMorgan reagierte bereits. Analysten senkten das Rating und das Kursziel für die Aktie.
Aktie bricht ein
An der Börse sorgte dieser Mix aus regulatorischem Gegenwind und Kostenexplosion für einen Ausverkauf. Die Meta-Aktie verliert am Donnerstag über zehn Prozent und fällt auf 515,00 Euro. Damit rutscht der Kurs deutlich unter den langfristigen 200-Tage-Durchschnitt.
Das Kerngeschäft bleibt derweil robust. Die Werbeeinblendungen stiegen um 19 Prozent, die Durchschnittspreise legten um 12 Prozent zu. Mehr als 3,5 Milliarden Menschen nutzen die Apps täglich. Solange die gigantischen Infrastrukturkosten diese operativen Erfolge überschatten, bleibt der Druck auf die Aktie bestehen.
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