Heute beginnt für Metaplanet eine kritische Phase. Das Ausübungsfenster für die 27. Optionsscheinserie öffnet sich. Damit droht eine massive Verwässerung. Parallel dazu wackelt die geplante Aufnahme in den wichtigen TOPIX-Index.
Die 100-Millionen-Aktien-Frage
Der EVO FUND erhält ab sofort das Recht auf bis zu 100 Millionen neue Stammaktien. Das entspricht einem potenziellen Kapitalzufluss von rund 37,1 Milliarden Yen. Ein eingebauter Schutzmechanismus bremst die sofortige Ausübung vorerst aus. Der Nettoinventarwert-Multiplikator (mNAV) muss dafür über 1,01 liegen. Aktuell notiert dieser Wert bei lediglich 0,82.
Um eine unkontrollierte Aktienflut zu verhindern, hat das Management gehandelt. Metaplanet setzte die Ausübungsrechte für zwei ältere Optionsserien bis Dezember 2027 aus. Das betrifft bis zu 210 Millionen Papiere.
Die ständige Ausgabe neuer Aktien hinterlässt bereits tiefe Spuren. Die Bitcoin-Rendite pro verwässerter Aktie fiel im ersten Quartal 2026 auf 2,8 Prozent. Im dritten Quartal 2025 lag dieser Wert noch bei satten 33 Prozent.
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TOPIX-Aufnahme in Gefahr
Ein weiteres Problem braut sich an der Börse Tokio zusammen. Die Japan Exchange Group (JPX) prüft neue Index-Regeln. Diese könnten Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Krypto-Anteil vom TOPIX-Index ausschließen. Für Metaplanet wäre das ein harter Schlag. Das Unternehmen rechnete fest mit einer Indexaufnahme im Oktober 2026.
Ein Ausschluss würde wichtige Kapitalflüsse von passiven institutionellen Fonds abschneiden. CEO Simon Gerovich wehrt sich aktiv gegen die Pläne. Japanische Investoren bräuchten einen transparenten Zugang zu Bitcoin über börsennotierte Firmen. Die JPX sammelt derzeit noch Feedback. Ein Zeitplan für die finale Entscheidung fehlt.
Milliarden-Verlust im Krypto-Portfolio
Trotz dieser Gegenwinde kauft Metaplanet unbeirrt weiter Bitcoin. Im ersten Quartal 2026 kamen 5.075 Coins hinzu. Der Gesamtbestand wuchs damit auf 40.177 Bitcoin. Das Unternehmen betreibt nun den drittgrößten öffentlichen Bitcoin-Schatz der Welt.
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Der Preis für diese aggressive Strategie ist hoch. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt bei rund 107.607 US-Dollar pro Bitcoin. Die Folge: ein geschätzter Buchverlust von 1,45 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Minus von 38,5 Prozent auf den Gesamtbestand.
Eine Optionsstrategie federt die hohen Kosten leicht ab. Durch den Verkauf besicherter Put-Optionen nahm Metaplanet im ersten Quartal 18,63 Millionen US-Dollar ein. Diese Prämie floss direkt in neue Bitcoin-Käufe.
Ausblick auf den Mai-Bericht
Der Expansionskurs steht fest. Bis März 2028 fließen weitere 56,9 Milliarden Yen in Bitcoin-Käufe. Zusätzliche 21,1 Milliarden Yen sind für die Tilgung bestehender Kreditlinien reserviert.
Am 13. Mai 2026 veröffentlicht Metaplanet den nächsten Quartalsbericht. Dann zeigen konkrete Zahlen, wie rentabel die Optionsstrategie wirklich ist. Bis dahin bestimmen das offene Optionsfenster und die laufende Index-Prüfung der JPX das kurzfristige Risiko der Aktie.
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