Metaplanet gerät an den Märkten massiv unter die Räder. Ein deutlicher Umsatzrückgang und neue Pläne zur Kapitalbeschaffung sorgen für Unruhe unter den Anlegern. Der Kurs markierte am Dienstag mit 1,40 Euro ein neues 52-Wochen-Tief.
Die jüngsten Quartalszahlen belasteten die Stimmung spürbar. Metaplanet erwirtschaftete im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 3,08 Milliarden Yen. Analysten hatten im Vorfeld mit 4,23 Milliarden Yen gerechnet — eine deutliche Verfehlung der Markterwartungen.
Der Abwärtstrend beschleunigt sich dadurch. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus bereits auf über 37 Prozent. Allein im letzten Monat verloren die Papiere ein Viertel an Wert.
Premiere am japanischen Kapitalmarkt
Um den weiteren Ausbau der Bitcoin-Reserven zu finanzieren, setzt CEO Simon Gerovich auf ein neuartiges Instrument. Das Unternehmen emittiert unter dem Namen „MARS“ (Metaplanet Bitcoin Reserve Shares) die ersten ewigen Vorzugsaktien in der Geschichte des japanischen Marktes. Diese Wertpapiere haben kein Fälligkeitsdatum und stärken die Kapitalbasis dauerhaft.
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Die „MARS“-Anteile sollen frisches Kapital für Käufe generieren, ohne die bestehenden Aktionäre sofort durch die Ausgabe neuer Stammaktien zu verwässern. Ziel des Vorstands ist es, die Bestände bis Ende 2026 auf rund 100.000 BTC aufzustocken.
Die Wette auf das digitale Gold
Aktuell hält Metaplanet bereits mehr als 40.000 BTC in seiner Schatzkammer. Damit rangiert das Unternehmen weltweit auf Platz drei der börsennotierten Bitcoin-Halter. Massive Zukäufe im ersten Quartal festigten diese Position, konnten den Kursverfall von über 80 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate jedoch nicht stoppen.
Das Management konzentriert sich weiterhin auf den sogenannten „Bitcoin-Yield“ als zentrale Kennzahl. Während die Aktie fast 50 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt notiert, sollen Erträge aus dem Optionsgeschäft den Cashflow stützen. Die nächste Bewährungsprobe folgt mit der Umsetzung des „MARS“-Programms in den kommenden Wochen.
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