Im Umfeld einer Erholung an den japanischen Aktienmärkten hat die Aktie von Metaplanet heute um 2,7 Prozent auf 1,64 Euro zugelegt. Neben dem marktweiten Auftrieb für risikofreudigere Anlagen rückte vor allem die interne Führung in den Fokus. Die unabhängigen Direktoren des Unternehmens stellten sich in einer Stellungnahme von gestern hinter die umstrittene Zuteilung von Aktienbezugsrechten an das Management.
Rückendeckung für das Management
Gegenstand der Erklärung ist der sogenannte Series-10-Plan für Bezugsrechte von Führungskräften. Nach Angaben der unabhängigen Direktoren erwarb das Management diese Rechte zu einem fairen Wert und setzte dafür eigene Mittel ein.
Dieser Schritt sei erfolgt, als sich Metaplanet in einer ernsten finanziellen Notlage befand. Aus Sicht des Gremiums stellte der Einsatz privater Gelder ein wichtiges Bekenntnis dar, um das Unternehmen in einer kritischen Phase zu stabilisieren.
Die Stellungnahme ist eine direkte Reaktion auf anhaltende Vorbehalte aus dem Kreis der Anteilseigner. Investoren hatten in den vergangenen Wochen wiederholt Bedenken hinsichtlich einer Verwässerung ihrer Anteile sowie zur Corporate Governance geäußert.
Die Debatte um die Ausgestaltung der Vergütungsprogramme schwelt bereits seit Längerem: Vor gut drei Wochen hatten Aktionäre die Streichung von Aktien aus dem Optionspool verlangt. Zudem gab es vor rund einem Monat bereits eine formelle Änderung der Aktienbezugsrechte.
Veränderungen im Indexumfeld
Die Auseinandersetzung um Verwässerung und Governance fällt in eine Phase spürbarer Umbrüche bei institutionellen Indexanbietern. Am 19. September schloss FTSE Russell das Unternehmen aus dem FTSE All-World Index (USD) aus.
Ein solcher Schritt kann das Engagement passiver Indexfonds dämpfen und sich auf die Liquidität im Handel auswirken. Bereits vor über einem Monat hatte zudem eine Konsultation des Anbieters MSCI zu einem möglichen Ausschluss für Verunsicherung gesorgt.
Am heutigen Handelstag dominierten an der Börse in Tokio dennoch die positiven Vorzeichen. Marktberichten zufolge profitierte das Papier von einer breiten Erholung japanischer Standardwerte und von Zukäufen bei Aktien mit Bezug zum Bitcoin-Sektor. Mit der klaren Unterstützung für das Management versuchen die unabhängigen Direktoren, das Vertrauen der Aktionäre zu festigen.
Stand heute, 30. September: Metaplanet – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Metaplanet investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 30. September gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

