Metaplanet treibt seine Transformation zu einer führenden Bitcoin-Treasury-Plattform voran. Mit der geplanten Mehrheitsübernahme des US-Unternehmens Super League Enterprise und massiven Aufstockungen der Krypto-Reserven festigt das japanische Unternehmen seine Stellung am Kapitalmarkt. Durch den Einstieg in den US-Markt und eine deutlich angehobene Gewinnprognose positioniert sich der Konzern neu.

Strategischer Umbau zur US-Plattform Superplanet

Vor rund zwei Wochen gab Metaplanet die endgültige Vereinbarung zur Übernahme einer kontrollierenden Mehrheit von 95,7 Prozent an der Nasdaq-gelisteten Super League Enterprise bekannt. Für diese Transaktion bringt Metaplanet 2.100 Bitcoin sowie 2,5 Millionen US-Dollar in bar ein. Ziel ist es, das Zielunternehmen in eine US-gelistete Bitcoin-Treasury-Plattform umzuwandeln, die künftig unter dem Namen „Superplanet, Inc.“ firmieren soll.

Medienberichten zufolge hat Super League Enterprise im Zuge dieser Ankündigung bereits gestern erste Kapitalmaßnahmen erfolgreich umgesetzt. Durch die Ausgabe von 475.598 Aktien am Markt wurden Bruttoerlöse in Höhe von 2,23 Millionen US-Dollar erzielt. Weitere Kapitalisierungen über das bestehende Programm in Höhe von 2,27 Millionen US-Dollar bleiben möglich, während der Abschluss der Übernahme für das vierte Quartal 2026 erwartet wird.

Bitcoin-Bestände erreichen 43.000 Einheiten

Parallel zur Expansion in den USA weitet Metaplanet seine Krypto-Bestände kontinuierlich aus. Am Freitag wurde bekannt, dass das Unternehmen weitere 1.350 Bitcoin auf ein Coinbase-Prime-Konto übertragen hat. Diese Transaktion dient der institutionellen Bestandsverwaltung und wird als Verwahrungsdepot eingestuft. Bereits am Dienstag erfolgte ein Transfer von 1.000 Bitcoin an denselben Dienstleister.

Durch die jüngsten Zukäufe und Umschichtungen belaufen sich die gemeldeten Gesamurbestände des Unternehmens nun auf 43.000 Bitcoin. Diese Strategie der massiven Akkumulation spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 1,74 Euro und verzeichnete allein über die vergangenen 30 Tage einen Zuwachs von 50 Prozent. Damit notiert das Papier aktuell 35 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt.

Erhöhte Prognose und positive Analystenstimmen

Die operative Entwicklung wird durch eine deutliche Anhebung der Finanzziele gestützt. Metaplanet revidierte am 20. August seine konsolidierte Gewinnprognose für das bis Ende März 2026 laufende Geschäftsjahr.

Das Management erwartet nun einen Umsatz von 16.000 Millionen Yen und einen operativen Gewinn von 11.400 Millionen Yen. Als Haupttreiber dieser Entwicklung nennt das Unternehmen über den Erwartungen liegende Erträge aus dem Bereich der Bitcoin-Einkommensgenerierung.

Die Analysten von Cantor Fitzgerald reagierten positiv auf die Expansionspläne in den USA. Sie bestätigten am 24. August ihre Einstufung mit „Overweight“ und setzten ein Kursziel von 2,80 US-Dollar fest.

Flankiert werden diese Schritte durch Anpassungen in der Kapitalstruktur: Am 21. August wurden die Bedingungen für Aktienbezugsrechte fixiert, wobei das Top-Management um CEO Simon Gerovich einer fünfjährigen Haltefrist für die daraus resultierenden Anteile zustimmte, um die langfristige Stabilität der Aktionärsstruktur zu gewährleisten.