Metaplanet steht vor einer entscheidenden Woche. Am 16. April öffnet die 27. Warrant-Serie für die Ausübung — und gleichzeitig überprüft die Japan Exchange Group, ob Bitcoin-lastige Unternehmen künftig aus dem TOPIX ausgeschlossen werden könnten. Für Metaplanet wäre das ein empfindlicher Rückschlag.
Die Warrant-Mechanik im Detail
Ab dem 16. April darf EVO FUND bis zu 100 Millionen neue Stammaktien über die 27. Warrant-Serie zeichnen. Der Ausübungspreis passt sich täglich an den Schlusskurs des Vortages an — ohne Abschlag. Entscheidend ist jedoch eine eingebaute Schutzklausel: Die Warrants können nur ausgeübt werden, wenn der sogenannte mNAV-Multiplikator mindestens 1,01 beträgt. Dieser Wert vergleicht die Marktkapitalisierung des Unternehmens mit dem Wert seiner Bitcoin-Bestände.
Aktuell liegt der einfache mNAV bei 0,82 — also unterhalb der Schwelle. Unmittelbare Verwässerung droht damit vorerst nicht. Allerdings notieren der verwässerte mNAV bei 1,04 und der auf dem Unternehmenswert basierende mNAV bei 1,08, beide knapp über der kritischen Marke. Die Lage bleibt damit beweglich.
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Um gleichzeitige Kapitalverwässerung aus mehreren Quellen zu vermeiden, hat Metaplanet die Ausübungsrechte der 23. und 24. Warrant-Serie bis Dezember 2027 ausgesetzt. Betroffen sind Bezugsrechte auf bis zu 210 Millionen Aktien.
TOPIX-Aufnahme wackelt
Parallel dazu prüft die Japan Exchange Group, ob Unternehmen mit einem Kryptoanteil von mehr als 50 Prozent am Gesamtvermögen aus bedeutenden Indizes wie dem TOPIX ausgeschlossen werden sollen. Für Metaplanet ist die geplante TOPIX-Aufnahme im Oktober 2026 ein zentraler Hebel, um passives institutionelles Kapital anzuziehen. Sollten die neuen Kriterien das Unternehmen treffen, entfiele dieser Zufluss.
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Akkumulation läuft weiter
An seiner Bitcoin-Strategie hält Metaplanet fest. Im ersten Quartal 2026 kaufte das Unternehmen 5.075 BTC für rund 398 Millionen US-Dollar hinzu und hält nun insgesamt 40.177 BTC — im globalen Vergleich Rang drei unter börsennotierten Bitcoin-Treasuries, in Asien Platz eins. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei 97.593 US-Dollar pro Bitcoin; gemessen am aktuellen Marktwert ergibt sich ein rechnerischer Verlust von rund 27 Prozent.
Finanziert werden die Käufe über Kapitalerhöhungen, Schuldenmanagement und ein Options-Programm auf den eigenen Bitcoin-Bestand. Dieses Geschäft erzielte im ersten Quartal Einnahmen von rund 2,97 Milliarden Yen. Bis März 2028 plant Metaplanet, 56,9 Milliarden Yen in weitere Bitcoin-Käufe zu investieren; zusätzliche 21,1 Milliarden Yen fließen in die Rückzahlung bestehender Kreditlinien.
Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem Nettoverlust von rund 95 Milliarden Yen — trotz eines Umsatzanstiegs auf 8,9 Milliarden Yen und eines operativen Gewinns von 6,3 Milliarden Yen. Den nächsten offiziellen Einblick in die Entwicklung der Options-Strategie liefert der Quartalsbericht im Mai 2026.
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