Starke Worte, schwache Kurse. Metaplanet-Chef Simon Gerovich sieht Bitcoin als Spalter der Weltwirtschaft in Gewinner und Verlierer. An der Börse notiert das eigene Papier indes nahe eines mehrmonatigen Tiefs bei rund 325 Yen. Für das japanische Unternehmen beginnt nun eine kritische Phase, die über den Zugang zu frischem Kapital entscheidet.
Index-Ausschluss droht
Am 7. Mai endet die Konsultationsfrist der Japan Exchange Group für eine folgenschwere Regeländerung. Die Börsenbetreiberin erwägt, Firmen aus dem wichtigen TOPIX-Index auszuschließen, deren Vermögen mehrheitlich aus Kryptowährungen besteht. Metaplanet strebte eigentlich eine Aufnahme für Oktober 2026 an. Dieser Schritt sollte passive Zuflüsse von Indexfonds generieren.
Genau dieses Kapital benötigt das Management für weitere Zukäufe. Eine von „Bitcoin For Corporations“ organisierte Koalition fordert in einem offenen Brief den Rückzug des Vorschlags. Gerovich selbst verspricht aktiven Widerstand. Er argumentiert, japanische Anleger bräuchten transparenten Zugang zu Bitcoin über gelistete Firmen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?
Rote Zahlen trotz operativem Wachstum
Der aggressive Expansionskurs hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Für das abgelaufene Geschäftsjahr meldete Metaplanet einen Nettoverlust von 619 Millionen US-Dollar. Ein massiver Kontrast zum vorherigen Gewinn. Verantwortlich dafür ist ein buchhalterischer Bewertungsverlust der Bitcoin-Bestände in dreistelliger Millionenhöhe.
Operativ wächst das Geschäft rasant. Der Umsatz kletterte 2025 um über 700 Prozent. Auch der Betriebsgewinn vervielfachte sich. Gerovich verweist darauf, dass der Nettoverlust für ein Krypto-Unternehmen keine geeignete Messgröße sei.
Rückenwind kommt vom breiteren Markt. Im April verzeichneten US-Spot-ETFs auf Bitcoin hohe Nettozuflüsse von fast zwei Milliarden Dollar. Diese Nachfrage trieb den Kurs der Kryptowährung im selben Monat um 12 Prozent nach oben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Metaplanet?
Ambitionierte Zukaufziele
Um die eigene Kasse zu schonen, nutzt das Unternehmen den Optionsmarkt. Durch die Monetarisierung von Volatilität finanziert Metaplanet neue Bitcoin-Käufe aus eigener Kraft. Das ist zwingend nötig, denn die Zielvorgaben sind enorm. Bis Ende 2026 will das Management 100.000 Token halten.
Ende März lagen gut 40.000 Bitcoin in den Wallets. Demnach fehlen in den kommenden Monaten zehntausende weitere Einheiten, um das Jahresziel zu erreichen. Für das laufende Jahr prognostiziert Metaplanet einen Umsatz von 16 Milliarden Yen. Eine Prognose für den Nettogewinn bleibt aufgrund der Preisvolatilität aus.
Am 13. Mai präsentiert Metaplanet die Zahlen für das erste Quartal. Bis dahin herrscht Klarheit über die neuen TOPIX-Regeln. Fällt die Entscheidung gegen Krypto-Unternehmen aus, muss Gerovich alternative Finanzierungswege finden, um seine ehrgeizige Bitcoin-Strategie fortzusetzen.
Metaplanet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Metaplanet-Analyse vom 4. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Metaplanet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Metaplanet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Metaplanet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


