Metaplanet ist nicht mehr nur ein Bitcoin-Käufer. Mit einer abgeschlossenen Kapitalrunde von umgerechnet rund 255 Millionen Dollar, zwei neuen Tochtergesellschaften und einer strukturell überarbeiteten Finanzierungsstrategie baut das Tokioter Unternehmen eine institutionelle Infrastruktur rund um seine Bitcoin-Strategie auf.
Die Kapitalrunde im Detail
Die Transaktion kombiniert eine Aktienplatzierung zu einem Aufschlag von zwei Prozent mit Warrants, die bei einem Aufschlag von zehn Prozent ausgeübt werden können. Werden alle Warrants eingelöst, fließen weitere rund 276 Millionen Dollar — das Gesamtvolumen läge dann bei etwa 531 Millionen Dollar.
Das Besondere an der Struktur: Die Warrants werden nur ausgeübt, wenn der Aktienkurs über dem Referenzpreis liegt. Steigt die Aktie, entsteht automatisch neues Kapital für weitere Bitcoin-Käufe. Fällt sie, werden keine neuen Aktien ausgegeben.
Ergänzt wird das durch 100 Millionen sogenannte Moving-Strike-Warrants mit einer mNAV-Klausel. Eine Ausübung ist nur erlaubt, wenn die Aktie über dem 1,01-fachen des modifizierten Nettoinventarwerts — also dem Verhältnis von Aktienkurs zu Bitcoin-Bestand je Aktie — notiert. Metaplanet zufolge stellt die Klausel sicher, dass jede neue Aktienausgabe den Bitcoin-Bestand pro Aktie erhöht.
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Ambitionen trotz Buchverlusten
Stand 12. März 2026 hielt Metaplanet 35.102 BTC im Wert von rund 2,47 Milliarden Dollar — damit ist das Unternehmen der viertgrößte börsennotierte Bitcoin-Halter weltweit. Allerdings liegt der durchschnittliche Einstandspreis bei 107.716 Dollar je Coin, was bei aktuellen Marktpreisen einem Buchverlust von rund 34,6 Prozent entspricht.
Für das abgelaufene Geschäftsjahr meldete Metaplanet einen Verlust von umgerechnet 605 Millionen Dollar, maßgeblich getrieben durch einen Wertrückgang des Bitcoin-Bestands im vierten Quartal. Für 2026 plant das Unternehmen mit einem Betriebsgewinn von rund 11,4 Milliarden Yen — unter der Annahme weiterer Bitcoin-Akkumulation.
Die Ziele bleiben ambitioniert: 100.000 BTC bis Ende 2026, 210.000 BTC bis Ende 2027. Letzteres entspricht rund einem Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots.
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Venture-Arm und US-Expansion
Parallel zur Kapitalstrategie hat der Vorstand die Gründung von Metaplanet Ventures und Metaplanet Asset Management beschlossen. Über die nächsten zwei bis drei Jahre sollen rund 25 Millionen Dollar in Unternehmen fließen, die Bitcoin-Finanzinfrastruktur in Bereichen wie Lending, Custody und Compliance aufbauen.
Als erstes Investment unterzeichnete Metaplanet Ventures eine Absichtserklärung über bis zu 2,6 Millionen Dollar in JPYC Inc., Japans FSA-registrierten Yen-Stablecoin-Emittenten. Der Abschluss wird für April erwartet, vorbehaltlich Due Diligence.
Am Dienstag schloss die Aktie in Tokio bei 344 Yen — ein Minus von zwölf Prozent gegenüber dem Vortag. Das Handelsvolumen lag mit 61 Millionen Aktien mehr als doppelt so hoch wie der übliche Durchschnitt von 29 Millionen.
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