Fast 5.000 Bitcoin auf einen Schlag bewegt – und der Markt reagierte prompt. Metaplanet verschob am Dienstag rund 4.986 BTC im Wert von knapp 368 Millionen Dollar in neue Wallets, erstmals seit fast drei Monaten. An der Tokioter Börse brach die Aktie daraufhin um 12 Prozent ein.
Warum der Transfer die Anleger aufschreckte
On-Chain-Daten von Arkham zeigen, dass Metaplanet die Mittel auf fünf neue Wallets verteilte, zuvor gab es mehrere Test-Transaktionen. Marktbeobachter gehen von einer internen Umschichtung aus – doch das Timing war ungünstig.
Der Transfer erfolgte nur einen Tag nach einer Grundsatzentscheidung des Vorstands: Künftig will Metaplanet Kapital ausschließlich über Aktienemissionen aufnehmen und Aktien nur dann zurückkaufen, wenn der mNAV-Wert über 1x liegt. Diese Kombination aus großem Wallet-Move und frischer Kapitalstrategie löste Nervosität aus. Das Handelsvolumen schnellte auf 61 Millionen Aktien – mehr als das Doppelte des üblichen Tagesdurchschnitts von 29 Millionen.
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Die Aktie schloss bei 344 Yen. Seit Jahresbeginn liegt sie damit rund 26 Prozent im Minus, und vom Allzeithoch bei 1.930 Yen aus dem Juni 2025 sind es sogar 82 Prozent.
Kapitalmaschine mit Kurs auf 210.000 BTC
Der Wallet-Transfer folgt unmittelbar auf eine Finanzierungsrunde vom 16. März. Metaplanet nahm dabei 40,8 Milliarden Yen (rund 255 Millionen Dollar) über eine Aktienplatzierung mit 2 Prozent Aufschlag ein. Dazu kommen Optionsscheine mit einem Ausübungspreis von 10 Prozent über dem Referenzpreis – werden sie ausgeübt, fließen weitere 44,5 Milliarden Yen. Das Gesamtpotenzial beläuft sich auf bis zu 531 Millionen Dollar.
Neu ist eine mNAV-Klausel bei 100 Millionen Moving-Strike-Warrants: Ausübung ist nur möglich, wenn die Aktie über dem 1,01-fachen mNAV handelt. Das soll bestehende Aktionäre vor Verwässerung schützen. Gleichzeitig setzte Metaplanet ältere Optionsscheine über bis zu 210 Millionen Aktien aus.
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Das Ziel hinter all dem ist klar: Metaplanet will seinen Bitcoin-Bestand massiv ausbauen. Aktuell hält das Unternehmen 35.102 BTC im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar – das macht es zum viertgrößten börsennotierten Bitcoin-Halter weltweit, hinter Strategy Inc., MARA Holdings und Twenty One Capital. Die langfristige Zielmarke liegt bei 210.000 BTC.
Zwei neue Töchter für das Bitcoin-Ökosystem
Parallel zur Kapitalmarktstrategie baut Metaplanet seine Struktur aus. Zwei neue Tochtergesellschaften wurden genehmigt: Metaplanet Ventures K.K. soll über zwei bis drei Jahre rund vier Milliarden Yen in regulierte Bitcoin-Infrastruktur in Japan investieren, inklusive eines Inkubators für Startups und eines Förderprogramms für Open-Source-Entwickler. Das Miami-basierte Metaplanet Asset Management richtet sich an asiatische Investoren und soll Zugang zu westlichen Digital-Credit-Märkten schaffen.
Die Strategie ist bewusst auf Volatilität ausgelegt: Kursschwankungen werden über die Warrant-Struktur direkt in frisches Kapital für Bitcoin-Käufe umgewandelt. Der Kursrutsch vom Dienstag zeigt, wie eng Aktie und Bitcoin-Sentiment dabei verknüpft bleiben.
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