Metaplanet lässt im Rennen um die Bitcoin-Vorherrschaft nicht locker. Das japanische Unternehmen hat seinen Bestand im zweiten Quartal massiv aufgestockt. Die Führungsebene verfolgt eine klare Mission: Metaplanet soll zur globalen Krypto-Elite der Konzerne gehören.
Im abgelaufenen Quartal kaufte das Unternehmen weitere 2.823 Bitcoin. Damit wächst der Gesamtschatz auf 43.000 Einheiten an. Für diese Zukäufe flossen rund 225 Millionen US-Dollar.
Der Durchschnittspreis lag bei 78.872 Dollar je Münze. Einnahmen aus dem operativen Bitcoin-Geschäft drückten die effektiven Kosten pro Einheit auf etwa 75.800 Dollar. Metaplanet finanzierte diese Käufe primär über Kredite und Anleihen.
Auf dem Weg in die Top 3
Mit diesem Schritt festigt das Unternehmen seinen Rang als weltweit drittgrößter börsennotierter Bitcoin-Halter. Nur MicroStrategy und Twenty One Capital liegen im globalen Vergleich noch davor. Das Management hat ein ambitioniertes Ziel ausgegeben: Bis Ende 2026 sollen 100.000 Bitcoin in der Bilanz stehen.
Die Kostenbasis für das gesamte Portfolio liegt aktuell bei 4,09 Milliarden Dollar. Der durchschnittliche Kaufpreis über alle Bestände beträgt damit 95.209 Dollar pro Coin. Die Strategie bleibt hochriskant, wird aber konsequent umgesetzt.
Transformation zum Finanzdienstleister
Parallel dazu baut Metaplanet seine Infrastruktur unter dem Namen „Project Nova“ aus. Das Unternehmen integriert Bitcoin-Produkte direkt in sein Geschäftsmodell. Ein wichtiger Baustein ist die Übernahme von Siiibo Securities für rund 13,1 Millionen Dollar.
Der Abschluss dieser Transaktion ist für den 13. Juli geplant. Nach der Umbenennung in Metaplanet Securities verfügt das Haus über eine japanische Typ-I-Lizenz für Finanzinstrumente. Dies ermöglicht künftig den Vertrieb eigener Krypto-Finanzprodukte.
An der Börse herrscht derzeit dennoch Ernüchterung. Die Aktie verlor zuletzt 2,30 Prozent auf 1,22 Euro. Damit notiert das Papier zwar 17 Prozent über seinem Jahrestief von Ende Juni.
Vom Rekordhoch des Vorjahres bei 9,42 Euro bleibt der Kurs jedoch weit entfernt. Die Volatilität ist mit über 70 Prozent weiterhin extrem hoch. Anleger blicken nun auf den 13. Juli, wenn Metaplanet mit der Siiibo-Übernahme offiziell zum lizenzierten Wertpapierhaus aufsteigt.
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