Metaplanet Aktie: Strategischer Umbau

Metaplanet gründet zwei neue Tochtergesellschaften für institutionelle Krypto-Investments, während die Aktie trotz starkem Vorjahresergebnis unter Druck bleibt.

Metaplanet Aktie
Kurz & knapp:
  • Gründung von Ventures und Asset Management Tochtergesellschaften
  • Investitionsbudget von vier Milliarden Yen für Krypto-Infrastruktur
  • Aktienkurs verliert trotz strategischer Neuausrichtung
  • Bitcoin-Bestand liegt deutlich über dem aktuellen Marktpreis

Metaplanet, Japans größter börsennotierter Bitcoin-Halter, geht einen neuen Weg. Statt weiter nur Bitcoin zu akkumulieren, baut das Unternehmen nun aktiv an der Infrastruktur für institutionelle Krypto-Investments — mit zwei neuen Tochtergesellschaften und einem Investitionsbudget von vier Milliarden Yen. Die Aktie reagierte trotzdem mit einem Minus von rund 4,6 Prozent.

Zwei neue Töchter, ein klares Ziel

Am 11. März meldete Metaplanet über die Tokioter Börse die Gründung von Metaplanet Ventures und Metaplanet Asset Management.

Metaplanet Ventures K.K. soll über zwei bis drei Jahre rund vier Milliarden Yen (etwa 26 Millionen Dollar) in Unternehmen aus den Bereichen Bitcoin-Lending, Zahlungsinfrastruktur, Lightning Network, Stablecoin-Settlement und Custody-Lösungen investieren. Zusätzlich ist ein Inkubator für frühe Gründer sowie ein Förderprogramm für Open-Source-Entwickler geplant. Die erste Beteiligung steht bereits fest: bis zu 400 Millionen Yen in JPYC, Japans ersten lizenzierten Yen-Stablecoin.

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Metaplanet Asset Management hingegen wird in Miami angesiedelt und soll asiatische Investoren mit westlichen Märkten für digitale Kreditprodukte verbinden. CEO Simon Gerovich nannte Yield-, Equity-, Credit- und Volatilitätsstrategien als Schwerpunkte.

Bitcoin-Bilanz unter Wasser

Metaplanet hält aktuell 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Milliarden Dollar — Platz vier unter den börsennotierten Bitcoin-Haltern weltweit, hinter Strategy, MARA Holdings und Twenty One Capital. Der durchschnittliche Einstandspreis liegt bei etwa 107.000 Dollar pro Bitcoin, deutlich über dem aktuellen Marktpreis.

Das erklärte Ziel, bis Ende 2026 insgesamt 100.000 BTC zu halten, rückt damit in weite Ferne. Seit Anfang Januar wurden keine weiteren Bitcoin gekauft — um das Ziel zu erreichen, müsste Metaplanet in den verbleibenden neun Monaten noch rund 65.000 BTC erwerben.

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Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen Umsätze von 16 Milliarden Yen (104 Millionen Dollar) und ein operatives Ergebnis von 11,4 Milliarden Yen. Eine Nettogewinn-Prognose lehnte Metaplanet wegen der Bitcoin-Preisvolatilität ab. Das Vorjahr war stark: Der Umsatz stieg um 738 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen, das operative Ergebnis um 1.695 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen.

Aktie bleibt unter Druck

Der Kursrückgang am Handelstag spiegelt eine breitere Schwäche wider. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 25 Prozent verloren, auf Sechsmonatssicht sogar mehr als 40 Prozent. Mit einem Kurs von etwa 352 Yen notiert sie deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 414,94 Yen und weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 746,34 Yen. Die enge Korrelation zum Bitcoin-Preis bleibt das zentrale Risiko für Anleger.

Am 25. März findet in Yokohama die 27. ordentliche Hauptversammlung statt — ein möglicher Termin, an dem Metaplanet seine strategische Neuausrichtung weiter konkretisieren könnte.

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