Metaplanet hat ehrgeizige Pläne — und der Markt reagiert skeptisch. Japans größtes börsennotiertes Bitcoin-Unternehmen gründet zwei neue Tochtergesellschaften und investiert rund 4 Milliarden Yen in den Aufbau einer Bitcoin-Finanzinfrastruktur. Die Aktie fiel trotzdem um 4,6 Prozent.
Zwei neue Töchter, ein großes Ziel
Das Tokioter Unternehmen hat per Regulierungsmitteilung an der Tokioter Börse die Gründung von Metaplanet Ventures und Metaplanet Asset Management bekanntgegeben. Metaplanet Ventures soll über zwei bis drei Jahre rund 4 Milliarden Yen in Unternehmen aus den Bereichen Bitcoin-Lending, Zahlungsinfrastruktur, Lightning-Network-Entwicklung, Stablecoin-Abwicklung und Custody-Lösungen investieren. Zusätzlich ist ein Inkubator für Frühphasengründer geplant.
Den Anfang macht eine Beteiligung von bis zu 400 Millionen Yen an JPYC — dem Emittenten des ersten lizenzierten Yen-Stablecoins Japans. CEO Simon Gerovich sieht darin eine Brücke zwischen traditionellem und digitalem Geldwesen, die er für die institutionelle Bitcoin-Adoption als unverzichtbar betrachtet.
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Die zweite Tochter, Metaplanet Asset Management mit Sitz in Miami, soll asiatische Investoren mit westlichen digitalen Kreditmärkten verbinden und Produkte rund um Rendite-, Kredit- und Volatilitätsstrategien entwickeln.
Große Ziele, wachsende Lücke
Finanziell läuft das Kerngeschäft bemerkenswert gut: Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Metaplanet dank seines Bitcoin-Options-Geschäfts einen Umsatz von 8,9 Milliarden Yen — ein Plus von 738 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis stieg um 1.695 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen bei einer Marge von 70,6 Prozent. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen 16 Milliarden Yen Umsatz und 11,4 Milliarden Yen Betriebsgewinn.
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Auf der anderen Seite steht ein erheblicher Druck: Metaplanet hält aktuell 35.102 Bitcoin im Wert von rund 2,5 Milliarden US-Dollar — zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 107.000 Dollar pro Coin. Das bedeutet nicht realisierte Verluste und rund 280 Millionen Dollar Schulden. Das erklärte Ziel, bis Ende 2026 auf 100.000 BTC zu kommen, würde noch rund 65.000 weitere Käufe erfordern — seit Anfang Januar gab es jedoch keine einzige Transaktion.
Die Aktie spiegelt diese Spannung wider: Seit Jahresbeginn hat sie rund 25 Prozent verloren, auf Sechsmonatssicht sogar mehr als 40 Prozent. Mit einem Kurs von zuletzt rund 373 Yen liegt sie deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 414,94 Yen und weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 746,34 Yen.
Am 25. März findet die 27. ordentliche Hauptversammlung in Yokohama statt — ein Termin, bei dem Gerovich den Investoren erklären muss, wie aus strategischer Expansion konkrete Erträge werden sollen.
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